EZB stärkt Risikokontrolle, treibt Appia voran und verschärft Bankenaufsicht
EZB-Rat beschliesst wichtige Schritte
Der EZB-Rat hat im November 2025 eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen.
Das Risikokontrollrahmenwerk für geldpolitische Kreditoperationen wird überprüft, mit Änderungen an der Haircut-Methodik, die frühestens im November 2026 in Kraft treten.
Die Veröffentlichung des Finanzstabilitätsberichts November 2025 wurde genehmigt.
Im Bereich Marktinfrastruktur wurden die nächsten Schritte für die Eurosystem Appia-Initiative zur Schaffung eines tokenisierten Grosshandels-Finanzökosystems genehmigt, mit einem Startpapier im ersten Quartal 2026.
Zudem wurde die Implementierungsphase zur Verknüpfung von TIPS mit Indiens UPI gestartet, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, und die Prüfung einer Verbindung zu Nexus Global Payments fortgesetzt.
Mehrere Stellungnahmen zu Gesetzgebungsvorhaben wurden verabschiedet.
Im Bereich Corporate Governance wurden Leitprinzipien für den ethischen Einsatz von KI zur Kenntnis genommen und Mandate von Ausschüssen verlängert.
Die EZB-Bankenaufsicht veröffentlichte SREP-Methoden, verhängte Strafen gegen Banken wegen fehlerhafter Risikogewichtung und Nichteinhaltung von Klima-Risiko-Anforderungen und publizierte die Methodik für die Säule-2-Anforderungen 2026.
Strategische Weichenstellungen für Eurosystem
Die Entscheidungen des EZB-Rats spiegeln die fortlaufenden Bemühungen wider, die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten und gleichzeitig Innovationen voranzutreiben.
Die Überprüfung des Risikokontrollrahmens ist entscheidend für die Sicherheit der geldpolitischen Operationen.
Die Appia-Initiative und die TIPS-Verknüpfungen unterstreichen die strategische Ausrichtung auf digitale Innovationen und die Verbesserung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs, was die Position des Eurosystems als Vorreiter stärkt.
Die verschärfte Bankenaufsicht, einschliesslich der Veröffentlichung von SREP-Methoden und der Verhängung von Strafen, betont die Bedeutung einer robusten Regulierung und die Adressierung neuer Risiken wie Klima-Risiken.
Wichtige Impulse für Finanzstabilität und Innovation
Die Entscheidungen sind wichtig für die mittel- bis langfristige Entwicklung des Eurosystems.
Die Appia-Initiative und die TIPS-Verknüpfung sind konkrete Schritte zur Modernisierung der Finanzinfrastruktur und des Zahlungsverkehrs.
Die Anpassungen im Risikokontrollrahmen und die detaillierten Veröffentlichungen der Bankenaufsicht signalisieren eine proaktive Haltung bei der Sicherung der Finanzstabilität und der Regulierung, auch im Hinblick auf neue Risikofaktoren wie Klima-Risiken.
Dies stellt eine klare Forward Guidance für Marktteilnehmer dar.