EZB: Unabhängige Statistik schützt vor Fehlentscheidungen und Misstrauen
Glaubwürdige Statistik: Fundament für gute Politik
Ein aktueller Blogbeitrag der EZB vom 26. September 2025 unterstreicht die unverzichtbare Rolle statistischer Unabhängigkeit für fundierte Entscheidungen und das Vertrauen der Märkte.
Die EZB blickt auf Europas 'Defizit-Drama' in Griechenland 2009 zurück, das zu einer Stärkung der Verifikationsbefugnisse von Eurostat und der professionellen Unabhängigkeit nationaler Statistikämter führte.
Das europäische System, bestehend aus ESS und ESCB, arbeitet eng zusammen und folgt identischen Prinzipien der Unabhängigkeit und Qualität.
Beispiele wie der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HICP) und der Euro Short-Term Rate (€STR) illustrieren, wie die Trennung von Datenproduktion und -nutzung die Glaubwürdigkeit sichert.
Gute Statistik ist akkurat, zeitnah, konsistent und vergleichbar, gestützt durch transparente Prozesse und Qualitätsmanagement.
Globale Debatte um Datenintegrität im Fokus
Die Veröffentlichung erfolgt vor dem Hintergrund jüngster internationaler Schlagzeilen, die Fragen zur Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit offizieller Statistiken aufwerfen.
Die EZB nutzt diesen Anlass, um proaktiv die robusten Governance-Strukturen des Europäischen Statistischen Systems (ESS) und des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESCB) zu erläutern.
Der Beitrag dient als wichtige Referenz für institutionelle Investoren und Policy-Experten, indem er die Mechanismen zur Sicherstellung der Datenintegrität detailliert darlegt und das Vertrauen in europäische Wirtschaftsdaten, insbesondere für die Geldpolitik, stärken soll.
Er betont die Lehren aus vergangenen Krisen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der statistischen Standards in Europa.
Proaktive Verteidigung der Datenintegrität
Dieser Blogbeitrag ist eine prägnante und umfassende Darstellung der europäischen Bemühungen um statistische Unabhängigkeit und Qualität.
Er ist besonders relevant angesichts globaler Diskussionen über die Zuverlässigkeit offizieller Daten.
Die EZB positioniert sich proaktiv, indem sie die Stärke ihrer Governance-Strukturen hervorhebt und historische Lektionen aufzeigt.
Der Artikel liefert keine neuen geldpolitischen Signale, sondern festigt das Vertrauen in die Datenbasis, auf der geldpolitische Entscheidungen getroffen werden.
Für Analysten und Journalisten ist er eine wertvolle Referenz zum Verständnis der europäischen Statistikarchitektur.