Geldpolitik: Junge Firmen und große Unternehmen reagieren am stärksten
Firmenalter und -größe prägen Geldpolitik-Effekte
Eine EZB-Studie zeigt, dass geldpolitische Schocks Beschäftigung und Löhne je nach Firma unterschiedlich beeinflussen.
Junge Firmen reagieren bei der Beschäftigung besonders sensibel auf Schocks.
Bei Löhnen zeigen sich größere Effekte in großen Unternehmen, insbesondere bei überdurchschnittlich verdienenden Arbeitnehmern.
Diese Lohnreaktionen sind während Lockerungsphasen stärker und nicht auf eine höhere Schockexposition zurückzuführen, sondern auf eine höhere Weitergabe an die Löhne, möglicherweise durch variable Vergütung.
Die Ergebnisse basieren auf deutschen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten und deuten auf Lohnstarrheit nach unten hin.
Einordnung der Geldpolitik-Wirkung auf Firmen
Diese EZB-Forschung (Bobasu & Repele, 2025) liefert mit deutschen Verwaltungsdaten wichtige Einblicke in die heterogenen Auswirkungen der Geldpolitik auf den Arbeitsmarkt.
Sie beleuchtet, wie Firmenmerkmale wie Alter und Größe die Transmissionsmechanismen beeinflussen.
Für Zentralbanken ist das Verständnis dieser Nuancen entscheidend, um die Effekte auf Haushaltseinkommen und Konsumverhalten präzise einschätzen und fundierte geldpolitische Entscheidungen treffen zu können.
Wichtige Erkenntnisse für Geldpolitik-Transmission
Die Studie bietet detaillierte Einblicke in die firmenspezifische Reaktion von Beschäftigung und Löhnen auf geldpolitische Impulse.
Diese Heterogenität ist für Zentralbanken von großer Bedeutung, um die tatsächlichen Auswirkungen ihrer Politik auf die Wirtschaft und das Wohlergehen der Haushalte besser zu verstehen und somit effektivere Maßnahmen abzuleiten.