EZB-Sharpe-Ratio: Wohnungsmarkt-Attraktivität steigt seit Ende 2023
ECB Paper

EZB-Sharpe-Ratio: Wohnungsmarkt-Attraktivität steigt seit Ende 2023

Wohnungsmarkt-Attraktivität im Aufwind

Die Attraktivität von Wohnimmobilieninvestitionen hat sich laut einer neuen, auf Umfragen basierenden Sharpe Ratio der EZB seit Ende 2023 deutlich erholt.

Der Indikator, der Haushaltserwartungen zu Hauspreisen und Risikofreizinsen kombiniert, lag im September 2025 leicht über seinem Stichprobenmittel, aber noch unter dem Höchststand von Anfang 2022.

Haupttreiber der Erholung waren gestiegene Hauspreiserwartungen und sinkende risikofreie Zinsen infolge der geldpolitischen Normalisierung.

Die EZB sieht darin ein Signal für weiter steigende Immobilienverkäufe und eine positive Entwicklung der Wohnungsbauinvestitionen.

Haushalte als Frühindikator für die Konjunktur

Wohnungsbauinvestitionen gelten als wichtiger Frühindikator für die Gesamtwirtschaft und sind für Haushalte oft die größte finanzielle Entscheidung.

Die EZB ergänzt ihre qualitative Umfrage zur Wohnungsmarktstimmung nun um eine quantitative Sharpe Ratio.

Dieser neue Indikator liefert zeitnahe Einblicke in die Wahrnehmung der Haushalte und hilft, die Auswirkungen der Geldpolitik auf den Immobilienmarkt und die breitere Konjunktur besser zu verstehen.

Neuer Indikator, klare Trends

Die EZB stellt eine innovative, quantitative Sharpe Ratio für Wohnimmobilien vor, die qualitative Daten ergänzt.

Sie bietet zeitnahe Einblicke in die Haushaltswahrnehmung und deren Verbindung zu Immobilienverkäufen, was für das Verständnis der geldpolitischen Transmission und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entscheidend ist.