Aktive Geldpolitik verschärft Rezession nach Energieschock und Ungleichheit
Aktive Geldpolitik verstärkt Energieschockfolgen
Eine EZB-Analyse zeigt, dass Energiepreisschocks, wie die ab Mitte 2021, die Wirtschaft stets rezessiv beeinflussen.
Die Wahl der Geldpolitik ist entscheidend: Eine "passive" Politik, die den Realzins konstant hält, kann negative Effekte mildern.
Eine "aktive" Politik, die den Realzins als Reaktion auf Inflation erhöht, verschärft die Rezession jedoch erheblich.
Dies geschieht durch geringeren Konsum, Währungsaufwertung und einen stärkeren Rückgang des Arbeitseinkommens.
Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte, deren Konsum durch den Rückgang des Arbeitseinkommens stärker leidet, während wohlhabende Haushalte von höheren Zinsen profitieren können.
Die Studie betont die heterogenen Auswirkungen und die Notwendigkeit einer abwägenden Politik.
EZB-Forschung zu Energieschocks und Geldpolitik
Dieses Forschungsbulletin der EZB vom 23. Oktober 2024 untersucht die heterogenen Auswirkungen von Energiepreisschocks und geldpolitischen Reaktionen im Euroraum.
Angesichts der Erfahrungen von 2021-22, verstärkt durch den Ukraine-Krieg, analysiert die Studie mittels eines HANK-Modells die Folgen "passiver" und "aktiver" Politik.
Sie bietet wichtige Einblicke in die makroökonomischen und distributiven Effekte und ist relevant für die Bewertung zukünftiger geldpolitischer Strategien in Zeiten externer Schocks.
Die Erkenntnisse können die Debatte über die optimale Reaktion auf Inflationsschocks beeinflussen.
Auswirkungen aktiver Geldpolitik auf Energieschock
Die Studie der EZB ist hochrelevant, da sie die komplexen Auswirkungen von Energiepreisschocks auf die Wirtschaft und verschiedene Haushaltstypen beleuchtet.
Ihre Modellierung zeigt, dass eine aktive Straffung die rezessiven Effekte verstärkt und soziale Ungleichheit fördert.
Dies liefert implizite Hinweise für zukünftige geldpolitische Entscheidungen, auch wenn es keine direkte Policy-Ankündigung ist.
Die Ergebnisse sind entscheidend für die Kalibrierung von Zinsanpassungen in Krisenzeiten.