EZB: Klima, Löhne und Rohstoffe treiben Lebensmittelinflation 2025
Kaffee, Zucker, Fleisch: Die Inflations-Trias
Die Lebensmittelinflation im Euroraum blieb 2025 hartnäckig hoch, getrieben von wenigen Posten wie Kaffee, Tee, Kakao, Süßwaren und Fleisch.
Im November 2025 sank die jährliche Rate auf 2,4 Prozent, nach einem Spitzenwert von 15,5 Prozent im März 2023.
Im Jahresdurchschnitt (Januar-November) lag sie bei 2,9 Prozent und damit über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2,2 Prozent.
Rohstoffpreise für Kakao und Kaffee verdoppelten sich seit Januar 2024.
Extreme Wetterereignisse und ein struktureller Rückgang des Fleischangebots verstärkten den Druck.
Die EZB-Prognosen erwarten eine Entspannung auf 2,1 Prozent bis zum dritten Quartal 2026, doch hohe Lohnzuwächse im Einzelhandel bleiben ein Risikofaktor.
Verzerrte Wahrnehmung, strukturelle Treiber
Die anhaltend hohen Lebensmittelpreise sind für die EZB von besonderer Bedeutung, da sie die Inflationswahrnehmung und kurzfristige Erwartungen der Konsumenten maßgeblich beeinflussen.
Fast zwei Drittel der Befragten der EZB-Umfrage zu Konsumentenerwartungen geben an, dass Lebensmittelpreise ihre Inflationserwartungen prägen – ein höherer Anteil als bei jedem anderen Warenkorbposten.
Diese Studie beleuchtet, wie strukturelle Faktoren wie der Klimawandel und Lohnentwicklungen die Preisdynamik über traditionelle Rohstoffpreiseffekte hinaus beeinflussen und die Geldpolitik vor Herausforderungen stellen.
Mehr als nur Rohstoffpreise
Die Analyse geht über die reine Betrachtung von Rohstoffpreisen hinaus und identifiziert strukturelle Faktoren wie Klimawandel und Lohnwachstum als persistente Treiber der Lebensmittelinflation.
Dies ist relevant für die Einschätzung der Inflationsdynamik und der Konsumentenerwartungen, die für die geldpolitische Steuerung von zentraler Bedeutung sind.
Die detaillierte Aufschlüsselung der Treiber und die Prognose bieten wichtige Einblicke.