EZB-Stresstest 2025: Dominoeffekte zwischen Banken und Fonds verstärken Verluste
Ansteckungsrisiken verstärken Stresstest-Verluste
Ein aktueller Artikel der EZB erweitert den EU-weiten Stresstest 2025 um eine systemweite Perspektive, die Ansteckungsrisiken zwischen Banken, Investmentfonds und Versicherungen erfasst.
Die Analyse zeigt, dass Bilanzanpassungen unter Stress zu einer zusätzlichen CET1-Kapitalreduktion von durchschnittlich 29 Basispunkten führen, was die Erstrundeneffekte um 12% erhöht.
Investmentfonds, insbesondere Aktienfonds, erleiden die größten Verluste, die sich durch erzwungene Vermögensverkäufe im gesamten Finanzsystem ausbreiten.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes zur Erfassung von Spillover-Effekten und zur Gestaltung effektiver makroprudenzieller Maßnahmen.
Fokus auf systemische Risiken und Nichtbanken
Die Integration von Ansteckungsrisiken in den EU-weiten Stresstest spiegelt die wachsende Besorgnis der Aufsichtsbehörden über die Interkonnektivität des Finanzsystems wider, insbesondere zwischen Banken und dem Nichtbanken-Finanzsektor (NBFI).
Nach jüngsten Marktverwerfungen, die von Liquiditätsproblemen bei Nichtbanken ausgingen, ist die Quantifizierung dieser Spillover-Effekte entscheidend.
Die EZB positioniert sich hiermit als Vorreiter in der Entwicklung robusterer Stresstest-Methoden, die über traditionelle Sektorgrenzen hinausgehen und die Widerstandsfähigkeit des gesamten Systems umfassender bewerten.
Pflichtlektüre für Makroprudenz-Experten
Der Artikel ist hochrelevant für Spezialisten, da er die Methodik des EU-weiten Stresstests 2025 entscheidend erweitert und konkrete quantitative Ergebnisse zu Ansteckungsrisiken liefert.
Er untermauert die Notwendigkeit eines systemweiten Ansatzes und wird die Diskussion um makroprudenzielle Politik und die Regulierung des NBFI-Sektors maßgeblich beeinflussen.
Obwohl es sich um eine analytische Veröffentlichung handelt, sind die Implikationen für die Aufsicht und die Finanzstabilität signifikant und wegweisend.