EZB-Studie: Ein Parameter genügt für extreme Marktrisiken
Persistente Extremrisiken: Ein Parameter genügt
Ein neues Modell der EZB vereinfacht die Vorhersage extremer Marktrisiken erheblich.
Statt mehrerer variabler Größen genügt ein einziger, zeitveränderlicher Formparameter, um das gesamte Extremrisiko abzubilden.
Das Modell erlaubt zudem eine „integrierte“ Dynamik, die die empirisch beobachtete, hartnäckige Persistenz von Tail-Risiken besser erfasst als bisherige Ansätze.
Am Beispiel von Bitcoin und Ether zeigte sich, dass das 99,5%-Expected Shortfall während der Krypto-Crashs 2022 um das Dreifache anstieg.
Das parsimonische Modell ist nicht nur wettbewerbsfähig, sondern auch statistisch robust und bietet Risikomanagern ein präzises Werkzeug für die Kapitaladäquanz und Systemrisikoüberwachung.
Risikomodelle: Die Herausforderung extremer Tails
Finanzinstitutionen und Regulatoren benötigen robuste Modelle für extreme Marktverluste, doch bestehende Ansätze scheitern oft daran, die beobachtete Persistenz von Tail-Risiken abzubilden.
Diese können über lange Zeiträume hoch oder niedrig bleiben, was traditionelle, auf Mittelwertrückkehr basierende Modelle nicht erfassen.
Das neue EZB-Modell reagiert auf diese Lücke und bietet eine Lösung, die besonders in volatilen Märkten wie dem Kryptosektor ihre Stärke ausspielt und die Notwendigkeit einer präzisen Risikobewertung unterstreicht.
Eleganz trifft Praxis im Risikomanagement
Das Working Paper löst ein komplexes Problem der Risikomodellierung mit einer überraschend eleganten und parsimonischen Methode.
Die Kombination aus theoretischer Robustheit – insbesondere die Behandlung integrierter Dynamiken – und praktischer Anwendbarkeit macht es zu einem wertvollen Beitrag für Risikomanager und Aufsichtsbehörden, die präzise Werkzeuge für extreme Marktbedingungen suchen.