EZB-Spitze: Nur noch Fonds, Krypto-Investments tabu
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EZB-Spitze: Nur noch Fonds, Krypto-Investments tabu

Strenge Compliance-Regeln für EZB-Führung

EZB-Präsidentin Christine Lagarde präzisiert die strikten Investmentregeln für hochrangige Notenbank-Beamte.

Demnach dürfen Mitglieder des EZB-Direktoriums, des EZB-Rats und des Aufsichtsrats ausschließlich in öffentlich gehandelte, breit diversifizierte kollektive Anlageformen wie ETFs und Investmentfonds investieren.

Direkte Investments in Krypto-Assets oder Stablecoins zu Anlagezwecken sind explizit untersagt.

Die 2022 verschärften Regeln sollen Interessenkonflikte und den Missbrauch markt-sensitiver Informationen verhindern, wobei rein persönliche, nicht-investive Transaktionen – etwa zum Verständnis von Finanzinnovationen – eine Ausnahme bilden.

Transparenz und Compliance bei der EZB

Die EZB steht als mächtige Institution unter ständiger Beobachtung, insbesondere was die Integrität ihrer hochrangigen Entscheidungsträger betrifft.

Lagardes Antwort auf die Anfrage des Europaabgeordneten Fabio De Masi unterstreicht die anhaltende politische und öffentliche Forderung nach Transparenz.

Die 2022 vorgenommenen Verschärfungen der Verhaltensregeln sind eine proaktive Maßnahme, um die Glaubwürdigkeit der Zentralbank zu wahren und potenziellen Interessenkonflikten, gerade im Kontext neuer Anlageklassen, vorzubeugen.

Klarstellung ohne Überraschung

Das Schreiben bestätigt die bereits bekannten, 2022 verschärften Compliance-Regeln der EZB.

Es liefert keine neuen geldpolitischen Signale, sondern dient der transparenten Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage.

Für die interne Governance und die Wahrung der Reputation ist die Klarstellung wichtig, für die Märkte jedoch ohne direkte Relevanz.