Lagarde: TPI schützt Eurozone; Rüstungsausgaben stützen Wachstum
EZB-Linie zu TPI und Konjunkturausblick
Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, antwortet in einem Schreiben an den Europaabgeordneten Fabio De Masi auf Fragen zur Geldpolitik und den Wirtschaftsrisiken der Eurozone.
Sie bekräftigt die Einsatzbereitschaft des Transmission Protection Instrument (TPI) zur Sicherung der geldpolitischen Transmission, betont aber die aktuelle Ordnung der Märkte.
Die Wachstumsaussichten der Eurozone werden durch geopolitische Entspannung und Handelsabkommen gestützt, bleiben aber volatil.
Insbesondere höhere Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben könnten das Wachstum ankurbeln.
Die Inflation birgt weiterhin beidseitige Risiken, beeinflusst durch globale Handelspolitik und Klimawandel.
Lagarde hebt hervor, dass die geplanten NATO-Verteidigungsausgaben das BIP bis 2027 um 0,3% steigern könnten, mit begrenztem Einfluss auf die Inflation, wobei die genaue Wirkung von der Umsetzung und Produktivitätsgewinnen abhängt.
EZB navigiert zwischen Geopolitik und Fiskalimpulsen
Dieses Schreiben ordnet sich in die anhaltende Debatte über die Resilienz der Eurozone gegenüber externen Schocks und die Rolle fiskalischer Impulse ein.
Die Erwähnung des TPI unterstreicht die Wachsamkeit der EZB gegenüber Fragmentierungsrisiken, während die detaillierte Analyse der Verteidigungsausgaben eine neue, signifikante Komponente der Fiskalpolitik beleuchtet.
Die EZB muss diese potenziellen Wachstumsimpulse und Inflationsrisiken in ihre geldpolitischen Entscheidungen integrieren, während sie ihre Bilanz normalisiert und die Preisstabilität wahrt.
Fiskalische Impulse im Fokus der EZB
Das Schreiben bietet eine präzise Aktualisierung der EZB-Position zu wichtigen Instrumenten wie dem TPI und den Wirtschaftsrisiken.
Besonders hervorzuheben ist die detaillierte Einschätzung der makroökonomischen Auswirkungen erhöhter Verteidigungsausgaben.
Dies liefert wichtige Einblicke in die Denkweise der EZB bezüglich fiskalischer Impulse und deren Integration in die Projektionen, ohne jedoch neue geldpolitische Signale zu senden.