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Guindos warnt vor Bewertungsrisiken und fordert globale Finanzmarktregulierung

EZB-Vize warnt vor Markt- und Fiskalrisiken

In einem Interview mit El Periódico am 1. Dezember 2025 äußert sich EZB-Vizepräsident Luis de Guindos zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzstabilitätsrisiken.

Er betont die verbesserte Widerstandsfähigkeit europäischer Banken, warnt jedoch vor überhöhten KI-Aktienbewertungen, die bei enttäuschendem Rollout korrigieren könnten, auch wenn keine Dotcom-Blase vorliegt.

Besondere Besorgnis äußert er über den "Non-Bank"-Sektor (Schattenbanken) aufgrund von Intransparenz, hoher Verschuldung und Vernetzung mit traditionellen Banken, und fordert globale Regulierung sowie eine integrierte europäische Aufsicht.

Guindos hebt zudem fiskalische Schwächen in einigen Euro-Ländern und die Bedeutung politischer Stabilität für Haushaltspläne hervor.

Das aktuelle Zinsniveau sei angemessen, aber anpassungsfähig.

EZB-Fokus auf Stabilität und strukturelle Fragen

Das Interview bietet einen tiefen Einblick in die aktuellen Sorgen der EZB im Kontext einer sich erholenden, aber unsicheren Wirtschaft.

Guindos' Äußerungen spiegeln die anhaltende Wachsamkeit der Zentralbank gegenüber aufkommenden Finanzstabilitätsrisiken wider, insbesondere im Hinblick auf die Bewertung von Technologieaktien und die unregulierte Expansion des Schattenbankensektors.

Die Diskussion über fiskalische Herausforderungen und die Nachhaltigkeit des spanischen Wachstums unterstreicht die Notwendigkeit struktureller Reformen und einer koordinierten Politik über die Geldpolitik hinaus.

Die Forderung nach globaler Regulierung im Non-Bank-Sektor ist ein wiederkehrendes Thema in internationalen Finanzdebatten.

Umfassende Risikoanalyse mit klaren Forderungen

Guindos bietet eine umfassende Analyse aktueller und zukünftiger Finanzstabilitätsrisiken.

Seine Warnungen vor überhöhten KI-Bewertungen, Intransparenz im Schattenbankensektor und fiskalischen Schwächen sind substanziell.

Die Forderung nach globaler Regulierung und integrierter Aufsicht für Non-Banks ist ein klares Signal.

Die Tiefe der Risikoanalyse und die Konsistenz der EZB-Positionen machen diese Quelle für institutionelle Anleger und Policy-Experten sehr relevant, auch ohne neue geldpolitische Signale.

Original: Luis de Guindos: Interview with El Periódico

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