Guindos: Eurozone-Inflation bei 2,0%, Wachstum über 1% – warnt vor Geopolitik und Fiskalrisiken
Stabile Inflation, wachsende Risiken
EZB-Vizepräsident Luis de Guindos sieht die Inflation im Euroraum mit 2,0 Prozent im Dezember auf Zielkurs und das Wachstum für 2026 auf über 1 Prozent revidiert, steigend auf 1,4 Prozent in den Folgejahren.
Trotz robuster Binnenwirtschaft und starkem Arbeitsmarkt warnt er vor erheblichen globalen Unsicherheiten.
Geopolitische Risiken, US-Zollpolitik und die Erosion des multilateralen Systems belasten die Aussichten.
Finanzstabilitätsrisiken bleiben hoch, getrieben durch überzogene Bewertungen, Liquiditätslücken bei Non-Banks und wachsende Verflechtungen mit Banken.
Zudem könnten fiskalische Herausforderungen in den USA und einigen Euro-Ländern die Märkte unter Druck setzen.
Guindos fordert mehr europäische Integration zur Stärkung der Resilienz.
Geopolitik trifft Finanzstabilität
Die Rede von Luis de Guindos unterstreicht die wachsende Bedeutung externer Schocks für die Eurozone.
Während die EZB ihre geldpolitischen Ziele erreicht, rücken geopolitische Spannungen und protektionistische Tendenzen immer stärker in den Fokus der Finanzstabilitätsanalyse.
Die Warnungen vor unzureichend eingepreisten Risiken und die Forderung nach tieferer europäischer Integration spiegeln die Sorge wider, dass externe Faktoren die interne Stabilität gefährden könnten.
Dies ist ein wiederkehrendes Thema für Zentralbanken in einer fragmentierten Weltwirtschaft.
Gute Zahlen, ernste Warnungen
Guindos liefert zwar positive Inflations- und Wachstumsprognosen, doch der Fokus liegt klar auf den vielfältigen und unterschätzten Risiken.
Die detaillierte Analyse von Geopolitik, Finanzmarkt-Vulnerabilitäten und Fiskalrisiken zeigt die wachsende Besorgnis der EZB um die Finanzstabilität, auch wenn keine direkten geldpolitischen Signale gesendet werden.