EZB-Lohn-Tracker: Lohndruck lässt 2026 nach
Lohndruck-Normalisierung in Sicht
Der aktualisierte EZB-Lohn-Tracker signalisiert eine deutliche Entspannung des Lohndrucks im Euroraum bis 2026.
Die Verhandlungslohnentwicklung, geglättet um Einmalzahlungen, soll von 3,2 Prozent im Jahr 2025 auf 2,3 Prozent im Jahr 2026 sinken.
Ohne Einmalzahlungen fällt der Anstieg von 3,9 Prozent auf 2,6 Prozent.
Die nun bis Ende 2026 reichenden Daten zeigen zudem eine geringere Streuung des Lohndrucks zwischen den Ländern.
Dies deutet auf eine graduellere Normalisierung hin, als noch vor Monaten befürchtet.
Für die EZB ist das ein wichtiges Signal, auch wenn sie selbst vor zu optimistischen Interpretationen warnt und die Zahlen nicht als Prognose verstanden wissen will.
EZB-Lohn-Rätsel löst sich langsam auf
Löhne gelten als letzter großer Unsicherheitsfaktor für die EZB im Kampf gegen die Inflation.
Die Sorge vor einer hartnäckigen Lohn-Preis-Spirale prägte lange die Debatte.
Die aktuellen Daten des Lohn-Trackers, die eine deutliche Abschwächung der Verhandlungslohnentwicklung bis 2026 signalisieren, liefern nun erste Anzeichen einer Entspannung.
Sie decken sich mit den jüngsten Eurosystem-Projektionen, die für die Arbeitnehmerentgelte ebenfalls eine Verlangsamung sehen.
Damit rückt die Normalisierung der Lohnentwicklung in den Fokus der Geldpolitik.
Entwarnung am Lohn-Horizont
Die Daten des Lohn-Trackers sind für die EZB von zentraler Bedeutung, da sie die Inflationsaussichten maßgeblich beeinflussen.
Die signalisierte Abschwächung der Verhandlungslohnentwicklung bis 2026 ist ein beruhigendes Zeichen.
Auch wenn es keine offizielle Prognose ist, liefert der Tracker eine wichtige Frühindikation für die geldpolitische Ausrichtung.
Die geringere Streuung der Löhne deutet zudem auf eine breitere Normalisierung hin.