Cipollone: EZB treibt digitale Euro-Revolution voran – Start 2029
Europas digitale Geld-Offensive nimmt Fahrt auf
Die Europäische Zentralbank (EZB) positioniert sich als Gestalterin der digitalen Geldzukunft, um Stabilität und Souveränität des Euro zu sichern.
EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone skizziert eine dreigliedrige Strategie: Bis 2029 soll der digitale Euro als paneuropäische Lösung für den Einzelhandel kommen, um die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren.
Parallel dazu wird tokenisiertes Zentralbankgeld für Großhandelszahlungen und digitale Vermögenswerte eingeführt, um Fragmentierung und Fremdwährungsrisiken zu begegnen.
Zudem sollen schnelle Zahlungssysteme international verknüpft werden, beginnend mit TIPS und Indien, um grenzüberschreitende Transaktionen zu beschleunigen und zu verbilligen.
Untätigkeit sei keine Option, da sonst die Rolle des Euro und Europas strategische Autonomie schwinden könnten.
Der Kampf um Europas digitale Finanzhoheit
Die Digitalisierung des Finanzsektors ist ein globaler Wettlauf, in dem Zentralbanken zunehmend eine aktive Rolle einnehmen müssen.
Cipollones Rede unterstreicht die Dringlichkeit für Europa, eigene Lösungen zu entwickeln, anstatt sich auf dominante außereuropäische Tech-Giganten oder dollarbasierte Stablecoins zu verlassen.
Dies ist eine direkte Antwort auf die wachsende Sorge um strategische Autonomie und monetäre Souveränität, die in Brüssel und Frankfurt seit Jahren diskutiert wird.
Der digitale Euro und die Tokenisierungsinitiativen sind zentrale Pfeiler, um den Euro als Anker in einem sich schnell wandelnden Finanzsystem zu etablieren und Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Strategische Weichenstellung mit klarem Fahrplan
Cipollone liefert eine umfassende und überzeugende Begründung für die Notwendigkeit der EZB, die Zukunft des Geldes aktiv mitzugestalten.
Die Rede ist keine bloße Absichtserklärung, sondern skizziert konkrete Projekte und Zeitpläne, insbesondere für den digitalen Euro.
Sie verdeutlicht die strategische Dimension der Digitalisierung für die monetäre Souveränität Europas und ist damit Pflichtlektüre für alle, die sich mit der Zukunft des Finanzsystems befassen.