EZB: Schattenbanken-Verflechtungen bergen systemische Risiken für Euro-Banken
EZB warnt vor zwei Hauptrisiken
Ein aktueller Beitrag der Europäischen Zentralbank im Rahmen des Finanzstabilitätsberichts vom November 2025 beleuchtet die systemischen Risiken aus Verflechtungen zwischen Euro-Banken und dem Nichtbanken-Finanzsektor (NBFI).
Die EZB identifiziert zwei Hauptgefahren: Erstens, kurzfristige, fluchtanfällige Verbindlichkeiten von NBFI-Einheiten gegenüber Banken.
Zweitens, die Kreditvergabe von Banken an NBFI-Einheiten, die gehebelte Anlagestrategien verfolgen, wie Hedgefonds und Immobilienfonds.
Diese Interdependenzen sind besonders für global systemrelevante Banken (G-SIBs) kritisch.
Bei Schocks könnten Abflüsse und Kreditverluste zu Deleveraging und Notverkäufen führen.
Die Verlustabsorptionsfähigkeit der G-SIBs ist daher entscheidend.
Schattenbanken im Fokus der Finanzstabilität
Die Analyse der EZB reiht sich ein in die wachsende internationale Besorgnis über die Risiken des Nichtbanken-Finanzsektors.
Seit Jahren warnen Gremien wie der Finanzstabilitätsrat (FSB) und die BIZ vor der zunehmenden Größe und Komplexität des NBFI-Sektors und seinen potenziellen Auswirkungen auf die Finanzstabilität.
Dieser Bericht ist bemerkenswert, da er detailliert die spezifischen Kanäle der Risikoübertragung zwischen Banken und NBFI-Einheiten im Euroraum aufzeigt, insbesondere die Rolle der G-SIBs.
Er liefert eine wichtige Grundlage für die laufende Debatte über die Regulierung des Schattenbankensektors und die Stärkung der Resilienz des Finanzsystems.
Tiefer Einblick in Bank-NBFI-Verflechtungen
Diese Analyse bietet einen tiefgehenden, datengestützten Einblick in die komplexen Verflechtungen zwischen Euro-Banken und dem NBFI-Sektor.
Die detaillierte Aufschlüsselung nach Instrumenten, Geschäftsmodellen und Konzentration bei G-SIBs liefert wichtige Erkenntnisse.
Obwohl keine direkten Policy-Ankündigungen enthalten sind, unterstreicht der Bericht die Notwendigkeit, die Verlustabsorptionsfähigkeit systemrelevanter Banken zu gewährleisten und dient als substanzielle Grundlage für zukünftige regulatorische Überlegungen zur Stärkung der Finanzstabilität.