EZB erklärt T2S-Liquiditäts-Turbo: So funktioniert der Auto-Kredit für Wertpapiere
Der unsichtbare Liquiditäts-Booster
Die T2S-Auto-Kollateralisierung (T2SAC) ist der automatisierte Intraday-Kredit der EZB, der den Wertpapierhandel im Eurosystem beschleunigt.
Er ermöglicht es Marktteilnehmern, fehlende Liquidität für Wertpapierkäufe durch die Verpfändung der gekauften ('on-flow') oder bereits gehaltenen ('on-stock') Wertpapiere zu decken.
Das System reduziert den Vorfinanzierungsbedarf, minimiert Abwicklungsausfälle und soll ab Oktober 2027 den Übergang zu T+1 unterstützen.
Ein cleverer Mechanismus, der die Effizienz im europäischen Wertpapierverkehr massiv steigert und die Liquiditätsnutzung optimiert.
Effizienzschub für Europas Märkte
Die Eurozone drängt seit Jahren auf eine tiefere Kapitalmarktunion und effizientere Abwicklungssysteme.
T2SAC ist ein zentraler Baustein dieser Strategie, indem es die Liquiditätsnutzung optimiert und grenzüberschreitende Transaktionen erleichtert.
Es ist die technische Antwort auf den Ruf nach reibungsloseren Wertpapierabwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die geplante Verkürzung des Abwicklungszyklus auf T+1.
Ein Schritt weg vom nationalen Flickenteppich hin zu einem integrierten europäischen Markt.
Mehr Technik, weniger Reibung
Das Dokument ist eine detaillierte Gebrauchsanweisung für ein zentrales Liquiditätsmanagement-Tool im Eurosystem.
Es liefert keine neuen geldpolitischen Impulse, sondern konsolidiert und erklärt die operative Funktionsweise und die Vorteile von T2SAC.
Für Marktteilnehmer und Infrastrukturanbieter ist es Pflichtlektüre, um die Effizienz ihrer Abwicklungen zu maximieren und sich auf T+1 vorzubereiten.