Versicherer, Staatsanleihen und Klimarisiken: Eine tickende Zeitbombe?
Versicherer: Weniger Liquidität, mehr Marktsensibilität
Eurozone-Versicherer, wichtige Investoren, zeigen eine geringere Liquidität und höhere Marktsensibilität.
Sie halten weiterhin stark in Staatsanleihen, besonders heimische.
Nach Naturkatastrophen verkaufen sie diese, um Ansprüche zu decken, was lokale Anleihemärkte beeinflusst.
Niedrigzinsphasen führten zu mehr illiquiden Anlagen.
Quantitative Lockerung (QE) verstärkte den Home Bias bei Staatsanleihen.
Eine Kapitalmarktunion könnte durch diversifizierte Portfolios diese Effekte mindern und die Stabilität erhöhen.
Die Studie beleuchtet die Rolle der Versicherer als Liquiditätsnutzer bei Schocks und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
Implikationen für Finanzstabilität und CMU
Die Erkenntnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung von Versicherern für die Finanzstabilität und die Funktionsweise der Anleihemärkte.
Ihre Rolle als Liquiditätsnutzer bei Klima- oder Finanzschocks kann die Marktvolatilität verstärken.
Der starke Home Bias begrenzt die grenzüberschreitende Risikoteilung.
Die Europäische Zentralbank und andere Aufsichtsbehörden müssen die Entwicklung genau beobachten.
Die vorgeschlagene Kapitalmarktunion wird als Instrument zur Stärkung der Markttiefe und -integration gesehen, um diese Risiken zu mindern.
Wichtige Einblicke in Finanzstabilität
Die Studie liefert wichtige Einblicke in die Interaktion zwischen Versicherern und Staatsanleihemärkten, insbesondere im Kontext von Klimarisiken und QE.
Sie identifiziert potenzielle Verstärkungsmechanismen für Marktvolatilität.
Obwohl es sich um eine Forschungsarbeit handelt, impliziert die Betonung der Kapitalmarktunion eine klare politische Richtung zur Stärkung der Finanzstabilität.