EZB-Prognosen: Kerninflation hartnäckiger, Ziel 2027 in Sicht
Die neue Inflationsprognose
Die EZB-Dezember-Prognosen 2025 zeigen eine hartnäckigere Kerninflation als zuletzt erwartet, obwohl das 2-Prozent-Ziel für die Gesamtinflation bis 2027 in Reichweite bleibt.
Die HICP ex-Energie und Nahrungsmittel wird für 2025 bei 2,4%, für 2026 bei 2,2% und für 2027 bei 1,9% prognostiziert – eine leichte Aufwärtsrevision für die Jahre 2026 und 2027 gegenüber September.
Gleichzeitig wird das reale BIP-Wachstum für 2027 und 2028 auf 1,4% angehoben.
Diese Zahlen deuten auf eine vorsichtige Erholung hin, unterstreichen aber auch die anhaltenden Preisdruckfaktoren, insbesondere durch Dienstleistungen und Lohnentwicklungen, die den EZB-Rat wachsam halten.
Der lange Weg zur Preisstabilität
Die EZB ringt seit Jahren mit hoher Inflation.
Diese Projektionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der EZB-Rat die Auswirkungen vergangener Zinserhöhungen gegen die sich entwickelnden Wirtschaftsbedingungen abwägt.
Die leichte Aufwärtsrevision der Kerninflation für 2026 und 2027, gepaart mit robustem Lohnwachstum, unterstreicht die Herausforderung, Inflationserwartungen fest bei 2% zu verankern.
Die anhaltende Debatte über den Zeitpunkt und das Tempo potenzieller Zinsanpassungen wird maßgeblich von diesen aktualisierten Zahlen und den identifizierten Risiken beeinflusst.
Hartnäckige Kerninflation im Fokus
Die Dezember-Prognosen bestätigen den Trend einer sich annähernden Inflation, aber die Revisionen nach oben bei der Kerninflation für 2026 und 2027 sind bemerkenswert.
Sie zeigen, dass die zugrunde liegenden Preisdynamiken, insbesondere bei Dienstleistungen und Löhnen, weiterhin eine Herausforderung darstellen.
Dies dürfte die Argumente der Falken im EZB-Rat stärken und den Druck für vorsichtige geldpolitische Schritte aufrechterhalten.
Original: The December 2025 monetary policy decision of the ECB
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