Doom Loop: EZB-Studie warnt vor unbeabsichtigten Folgen bei der Entkopplung von Banken und Staaten
Neue Perspektive auf die Doom Loop
Eine neue EZB-Studie beleuchtet die „Doom Loop“ zwischen Staaten und Banken, die durch steigende Staatsschulden wieder in den Fokus rückt.
Sie zeigt, dass die Berücksichtigung von Ausfallrisiken erhebliche Auswirkungen auf die Wahl und Kalibrierung von Gegenmaßnahmen hat.
Traditionelle Ansätze zur Entkopplung, wie die Begrenzung der Staatsanleihen in Bankbilanzen, können unbeabsichtigt die Anreize eines Staates zum Schuldenrückzahlung schwächen.
Dies geschieht durch den „Temptation Channel“ (höherer Anteil ausländischer Gläubiger) und den „Commitment Channel“ (geringere Folgen für heimische Banken).
Solche Maßnahmen könnten die Finanzierungskosten erhöhen.
Die Studie hebt hervor, dass die „Renationalisierung“ von Schulden in Krisenzeiten stabilisierend wirken kann, indem sie die Ausfallanreize des Staates aufrechterhält.
Auch Instrumente wie das TPI müssen sorgfältig kalibriert werden, um neue, selbstverstärkende Paniken zu vermeiden.
ESBies könnten zudem eine neue, größere Doom Loop auf europäischer Ebene schaffen.
Implikationen für Eurozone-Stabilität
Diese Forschung ist für Zentralbanken, insbesondere die EZB, von hoher Relevanz, da sie die Komplexität der Finanzstabilität in der Eurozone beleuchtet.
Die „Doom Loop“ war ein zentraler Treiber der Euro-Schuldenkrise und bleibt angesichts der gestiegenen Staatsschulden durch COVID-19 und den Ukraine-Krieg ein akutes Risiko.
Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung makroprudenzieller Politiken und die Kalibrierung von Kriseninstrumenten wie dem TPI, um die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten und unbeabsichtigte Nebenwirkungen zu vermeiden.
Sie unterstreicht die Notwendigkeit eines nuancierten Ansatzes, der sowohl die Risiken als auch die potenziellen Vorteile der Verflechtung von Banken und Staaten berücksichtigt.
Neue Sicht auf Stabilitätsrisiken
Die Studie ist wichtig, da sie eine neue Perspektive auf die „Doom Loop“ und die Anreize für Staatsausfälle bietet, was für die Finanzstabilität der Eurozone von zentraler Bedeutung ist.
Sie analysiert die potenziellen unbeabsichtigten Folgen von Politiken zur Entkopplung von Banken und Staaten und gibt implizite Hinweise für die Kalibrierung von Instrumenten wie dem TPI.
Obwohl es sich um eine Forschungsarbeit handelt, liefert sie wichtige analytische Grundlagen, die zukünftige politische Entscheidungen beeinflussen könnten, insbesondere im Hinblick auf makroprudenzielle Regulierung und Krisenmanagement.
Original: The “doom loop” and default incentives
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