Wachstums-Nobelpreis 2025: EZB mahnt Europa zu mehr Innovation
Technologie als Motor für nachhaltiges Wachstum
Ein ECB Blogbeitrag vom 20. Oktober 2025 würdigt die Preisträger des diesjährigen Wirtschaftsnobelpreises: Joel Mokyr für die Voraussetzungen nachhaltigen Wachstums durch technologischen Fortschritt sowie Philippe Aghion und Peter Howitt für ihre Theorie des Wachstums durch "schöpferische Zerstörung".
Die Laureaten betonen Technologie, Ideen und Wissen als endogene Wachstumstreiber, im Gegensatz zu früheren exogenen Modellen.
Mokyr beleuchtet die Rolle von "Upper Tail Human Capital" in der Industriellen Revolution.
Aghion und Howitt formalisieren, wie Innovation durch einen ständigen Wettlauf und die Zerstörung alter Technologien Wohlstand schafft.
Für Europa leiten sich klare Forderungen ab: Investitionen in F&E, schlankere Regulierung und Offenheit für Disruption sind entscheidend, um die Wachstumsschwäche zu überwinden und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Europas Wachstumsschwäche im Fokus
Dieser Blogbeitrag ordnet die Nobelpreis-Forschung direkt in die aktuelle Debatte um Europas stagnierendes Wachstumspotenzial ein.
Er verknüpft akademische Erkenntnisse mit konkreten politischen Implikationen, wie sie auch im Draghi-Bericht thematisiert wurden.
Die wiederholte Vergabe des Nobelpreises an Wachstumstheoretiker, inklusive des Vorjahrespreises an Acemoglu, Robinson und Johnson, unterstreicht die Dringlichkeit des Themas.
Die EZB nutzt die Plattform, um eine klare Warnung vor Skepsis gegenüber Wissenschaft und Technologie sowie der Idee des "Degrowth" auszusprechen, was die normative Ausrichtung des Beitrags verstärkt.
Klarer Appell an Europas Wirtschaftspolitik
Der Beitrag ist mehr als eine Würdigung der Nobelpreisträger; er ist ein direkter Appell an europäische Entscheidungsträger.
Durch die Verknüpfung der Forschung mit Europas Wachstumsschwäche und konkreten Handlungsempfehlungen (F&E, Regulierung, Offenheit) sendet die EZB ein starkes Signal.
Die explizite Kritik an "Degrowth"-Ideen und Technologie-Skepsis verleiht dem Text eine normative Schärfe, die über einen rein deskriptiven Blog hinausgeht und wichtige Impulse für die politische Debatte liefert.