FCA: Klare Kante gegen Fehlverhalten in der Finanzbranche
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FCA: Klare Kante gegen Fehlverhalten in der Finanzbranche

FCA: Mehr Klarheit bei Fehlverhalten

Die britische Finanzaufsicht FCA liefert nun den von der Branche geforderten Leitfaden zur Bekämpfung von nicht-finanziellem Fehlverhalten.

Nach Regeländerungen im Juli, die Standards für Mobbing, Belästigung und Gewalt schärften, konkretisiert die Aufsicht nun die Anwendung.

95 Prozent der konsultierten Firmen hatten zusätzliche Unterstützung verlangt.

Die neuen Richtlinien, gültig ab September 2026, sollen Banken und Nichtbanken mehr Sicherheit im Umgang mit schwerwiegendem Fehlverhalten geben und die Verantwortlichkeiten von Managern präzisieren.

Die FCA betont jedoch, dass die primäre Verantwortung bei den Firmen selbst liegt, die weiterhin Urteilsvermögen beweisen müssen.

FCA: Fokus auf Unternehmenskultur

Die Finanzbranche steht seit Jahren unter verschärfter Beobachtung, nicht nur wegen finanzieller Risiken, sondern zunehmend auch wegen ihrer Unternehmenskultur.

Skandale um Mobbing, Diskriminierung und sexuelle Belästigung haben den Ruf vieler Institute beschädigt und Regulierer wie die FCA zum Handeln gezwungen.

Dieser Leitfaden ist ein weiterer Schritt, um die 'Tone from the Top'-Debatte mit konkreten Werkzeugen zu untermauern und eine konsistentere Anwendung der Verhaltensregeln zu erzwingen.

Es geht darum, das Vertrauen in den Sektor wiederherzustellen.

Klarheit, aber keine Revolution

Der Leitfaden ist eine direkte Antwort auf den Wunsch der Branche nach mehr Rechtssicherheit im Umgang mit non-financial misconduct.

Er liefert dringend benötigte Beispiele und präzisiert Verantwortlichkeiten, insbesondere für Manager.

Eine Revolution ist es nicht, da die Grundregeln bereits im Juli geändert wurden.

Doch die Konkretisierung ist entscheidend für eine einheitliche Anwendung und sendet ein klares Signal an die Unternehmenskultur.

Die primäre Verantwortung bleibt jedoch bei den Firmen.