FCA verhängt hohe Strafen gegen Ex-Carillion-Finanzchefs Adam und Khan
Carillion: Finanzchefs wegen Irreführung bestraft
Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat die ehemaligen Finanzdirektoren von Carillion plc, Richard Adam und Zafar Khan, wegen irreführender Unternehmensmitteilungen zu Geldstrafen verurteilt.
Adam muss £232.800 zahlen, Khan £138.900.
Beide waren sich der ernsten finanziellen Probleme im britischen Baugeschäft von Carillion bewusst, versäumten es jedoch, diese in den Unternehmensmitteilungen widerzuspiegeln oder den Vorstand und den Prüfungsausschuss zu informieren.
Die FCA stellte fest, dass Adam und Khan rücksichtslos handelten und wissentlich an Verstößen gegen die Marktmissbrauchsverordnung und die Listing Rules beteiligt waren, indem sie falsche oder irreführende Informationen verbreiteten.
Nach Carillion-Kollaps: Verantwortlichkeit der Führungskräfte
Die nun verhängten Strafen sind ein klares Signal der FCA zur Durchsetzung von Marktintegrität und individueller Rechenschaftspflicht nach dem Zusammenbruch von Carillion plc.
Der Fall unterstreicht die Erwartung der Aufsichtsbehörde an Führungskräfte, den Markt präzise und adäquat zu informieren.
Während Adam und Khan ihre Einsprüche zurückzogen, läuft das Verfahren gegen den ehemaligen CEO Richard Howson weiter; seine Anhörung vor dem Upper Tribunal ist für den 16. Februar 2026 angesetzt.
Dies zeigt die umfassenden Bemühungen der FCA, die Verantwortlichen für das Scheitern von Carillion zur Rechenschaft zu ziehen.
Klares Signal an Unternehmenslenker
Die FCA setzt mit diesen Strafen ein unmissverständliches Zeichen für die persönliche Verantwortung von Finanzdirektoren.
Die Höhe der Bußgelder und die Feststellung rücksichtslosen Handelns unterstreichen die Entschlossenheit der Behörde, Marktmissbrauch zu verhindern und die Standards der Finanzberichterstattung hochzuhalten.
Die Rücknahme der Einsprüche durch Adam und Khan verleiht der Entscheidung zusätzliches Gewicht und dient als starkes Abschreckungsmittel für andere Führungskräfte.