Nationwide zahlt 44 Mio. Pfund: FCA rügt eklatante Geldwäsche-Mängel
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Nationwide zahlt 44 Mio. Pfund: FCA rügt eklatante Geldwäsche-Mängel

Schwere Mängel bei Nationwide

Die britische Finanzaufsicht FCA verhängt eine Strafe von 44 Millionen Pfund gegen die Nationwide Building Society.

Zwischen Oktober 2016 und Juli 2021 versagte das Institut bei der Geldwäscheprävention, indem es Kundendaten und Transaktionen unzureichend überwachte.

Selbst die Nutzung von Privatkonten für Geschäftszwecke, ohne entsprechende Risikoprozesse, wurde ignoriert.

Ein krasses Beispiel: Ein Kunde nutzte persönliche Konten für 27,3 Millionen Pfund an betrügerischen Covid-Hilfen, wovon 800.000 Pfund bis heute fehlen.

Die FCA kritisiert, dass Nationwide die Mängel trotz Kenntnis nicht rechtzeitig behob.

FCA verschärft Geldwäsche-Kampf

Die Strafe gegen Nationwide ist kein Einzelfall, sondern Teil einer konsequenten Linie der FCA.

Seit 2021 hat die Aufsichtsbehörde bereits 13 Banken wegen ähnlicher Mängel mit über 300 Millionen Pfund belegt.

Der Kampf gegen Finanzkriminalität ist explizit als Priorität in der Fünfjahresstrategie der FCA verankert.

Dies signalisiert dem Sektor unmissverständlich, dass die Anforderungen an Anti-Geldwäsche-Systeme nicht verhandelbar sind und Verstöße teuer werden.

FCA setzt klares Exempel

Die Höhe der Strafe und die detaillierte Begründung der FCA senden ein unmissverständliches Signal an alle Finanzinstitute: Mängel bei der Geldwäscheprävention werden nicht toleriert.

Insbesondere die Verzögerung bei der Behebung bekannter Schwachstellen wird hart bestraft.

Dies ist eine Pflichtlektüre für Compliance-Abteilungen und Risikomanager, die ihre Systeme auf den Prüfstand stellen müssen.