FCA kritisiert Mängel bei Verkauf komplexer ETPs an Kleinanleger
FCA: ETP-Risiken unzureichend kommuniziert
Die britische Finanzaufsicht FCA hat den Vertrieb komplexer Exchange Traded Products (ETPs) an Kleinanleger überprüft und dabei sowohl gute Praktiken als auch erhebliche Mängel festgestellt.
Während einige Firmen detaillierte Prozesse zur Zielmarktdefinition, Kundenkenntnisprüfung und Ergebnisüberwachung unter der Consumer Duty zeigten, wiesen andere schwächere Kontrollen, begrenzte Einschätzungen der Anlageerfahrung und unklare Offenlegungen auf.
Die FCA fordert die Unternehmen auf, ihre Prozesse zu überarbeiten, Lücken bei Angemessenheitsprüfungen zu schließen und Risiken, wie jene bei Krypto-ETNs oder gehebelten Produkten, klar zu kommunizieren.
Verbraucherschutz bei Hochrisiko-Produkten
Diese Überprüfung ist Teil der breiteren Bemühungen der FCA, den Verbraucherschutz zu stärken und eine faire Investmentkultur im Vereinigten Königreich zu fördern.
Insbesondere die Consumer Duty verpflichtet Firmen, die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.
Angesichts der inhärenten Komplexität und des hohen Risikoprofils von ETPs, die von einfachen Anlagen bis zu Hochrisiko-Angeboten wie Krypto-ETNs reichen, unterstreicht die FCA die Notwendigkeit, Anlegern das nötige Wissen für fundierte Entscheidungen zu vermitteln.
Die Hinweise ergänzen die Policy Statement PS25/22 und das Discussion Paper DP25/3.
Klarer Appell an die Branche
Die Meldung ist ein klarer Appell der FCA an die Branche, ihre Pflichten unter der Consumer Duty ernst zu nehmen.
Sie benennt konkrete Schwachstellen im Vertrieb von Hochrisiko-ETPs und signalisiert, dass die Aufsicht hier genau hinschaut.
Für Firmen, die solche Produkte anbieten, ist dies eine deutliche Mahnung, ihre Compliance-Prozesse zu überprüfen, um mögliche regulatorische Konsequenzen zu vermeiden.