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FCA: Weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung für Versicherer

FCA: Deregulierung mit Consumer Duty

Die britische Finanzaufsicht FCA erleichtert Versicherern das regulatorische Korsett.

Ziel ist, Kosten zu senken und mehr Flexibilität zu ermöglichen, ohne den Schutz kleinerer Geschäftskunden zu vernachlässigen.

Konkret dürfen Firmen künftig die Frequenz ihrer Produktreviews und den Umfang der Weiterbildung für Mitarbeiter selbst bestimmen.

Zudem streicht die FCA drei Datenmeldepflichten und prüft weitere Vereinfachungen, darunter die Regeln für Paketbankkonten.

Die Maßnahmen sollen Wachstum und Innovation fördern, stehen aber im Schatten einer aktuellen „Super Complaint“ von Which?

wegen schlechter Konsumentenergebnisse im Versicherungsmarkt.

Spagat zwischen Innovation und Schutz

Die FCA-Initiative reiht sich ein in eine breitere post-Brexit-Strategie der britischen Regierung, die auf eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors durch Deregulierung abzielt.

Gleichzeitig steht der Regulator unter Druck, den Verbraucherschutz zu stärken – eine Aufgabe, die durch die Einführung des „Consumer Duty“ noch verschärft wurde.

Die nun angekündigten Vereinfachungen für Versicherer müssen diesen Spagat meistern.

Die „Super Complaint“ von Which?

zu schlechten Versicherungsprodukten zeigt, wie dünn das Eis ist, auf dem sich die FCA bewegt.

Balanceakt unter Beobachtung

Die FCA versucht, den Versicherungssektor zu entlasten und gleichzeitig den Verbraucherschutz zu gewährleisten.

Die angekündigten Vereinfachungen sind ein klares Signal für mehr Eigenverantwortung der Firmen.

Doch die zeitgleiche „Super Complaint“ von Which?

unterstreicht, wie kritisch die Öffentlichkeit die Branche beäugt.

Die FCA muss beweisen, dass Deregulierung nicht zu Lasten der Konsumenten geht.