FCA gibt Banken freie Hand bei Kontaktlos-Limits – Kunden wählen
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FCA gibt Banken freie Hand bei Kontaktlos-Limits – Kunden wählen

Kontaktlos: Banken setzen Limits, Kunden entscheiden

Die britische Finanzaufsicht FCA lockert die Regeln für kontaktlose Zahlungen.

Banken und Zahlungsdienstleister mit robusten Betrugskontrollen dürfen künftig ihre eigenen Limits festlegen.

Dies soll ihnen ermöglichen, flexibler auf Inflation, neue Technologien und veränderte Konsumentenbedürfnisse zu reagieren.

Gleichzeitig ermutigt die FCA die Anbieter, Kunden die Möglichkeit zu geben, eigene Limits zu setzen oder die Funktion ganz zu deaktivieren.

Trotz der neuen Flexibilität bleiben bestehende Verbraucherschutzmaßnahmen bei Betrugsfällen in Kraft.

Die Maßnahme, die ab März 2026 greift, reagiert auf die hohe Akzeptanz kontaktloser Zahlungen, die 2024 fast 95% aller berechtigten In-Store-Transaktionen ausmachten.

Regulierung im digitalen Wandel

Die Anpassung der Kontaktlos-Limits ist Teil einer breiteren Initiative der FCA, die den digitalen Wandel im Finanzsektor begleiten und das Wirtschaftswachstum fördern soll.

Die Maßnahme reiht sich in rund 50 weitere Initiativen ein, die der Regulierer dem Premierminister im Januar vorschlug.

Sie spiegelt die zunehmende Dominanz digitaler Zahlungsmethoden wider und versucht, die regulatorischen Rahmenbedingungen an die Realität anzupassen, in der starre Limits schnell obsolet werden.

Damit positioniert sich die FCA als ein Regulierer, der Innovation nicht behindern, sondern durch flexible Rahmenbedingungen ermöglichen will.

Flexibilität mit Bremse

Die FCA reagiert auf die Realität hoher Kontaktlos-Nutzung und Inflation.

Die Regeländerung ist klar und gibt den Anbietern mehr Spielraum.

Allerdings dämpft die Erwartung der FCA selbst, dass die meisten Banken ihre Limits vorerst beibehalten werden, die unmittelbare Wirkung.

Ein wichtiger Schritt, der jedoch erst mittelfristig seine volle Wirkung entfalten dürfte.