FCA forciert Stablecoins und globale Marktintegration
Stablecoins als Wachstumstreiber
Die britische Finanzaufsicht FCA forciert eine ambitionierte Wachstumsagenda, die Stablecoins bis 2026 zum Rückgrat schnellerer Zahlungen machen soll.
Eine regulatorische Sandbox öffnet sich für Experimente, während die Behörde die meisten ihrer fast 50 Wachstumsziele für dieses Jahr als erfüllt meldet.
Dazu gehören die Einführung des privaten Aktienmarktes PISCES und ein vereinfachtes Prospektregime zur Kapitalbeschaffung.
Auch der Bürokratieabbau für 36.000 Firmen und eine "Supercharged Sandbox" für KI-Tests wurden umgesetzt.
FCA-Chef Nikhil Rathi bekräftigt eine "kühnere Risikobereitschaft", um die globale Wettbewerbsfähigkeit des UK-Finanzplatzes zu stärken und den Abstand zu New York weiter zu verringern.
London vs. New York: Runde zwei
Nach dem Brexit sucht das Vereinigte Königreich aktiv nach Wegen, seine Position als globaler Finanzplatz zu festigen und auszubauen.
Die FCA-Initiativen sind ein klares Signal, dass London nicht nur seine traditionellen Stärken bewahren, sondern auch in neuen Feldern wie Stablecoins und KI die Führung übernehmen will.
Der Wettbewerb mit New York, wo die Regulierung von Krypto-Assets ebenfalls voranschreitet, verschärft sich.
Die angekündigte Vertiefung der US-UK-Marktintegration durch die Transatlantic Taskforce zeigt zudem den Versuch, trotz Konkurrenz strategische Allianzen zu schmieden.
Regulierung als Wettbewerbsvorteil
Die FCA positioniert sich als aktiver Gestalter des Wachstums, nicht nur als Aufseher.
Die "kühnere Risikobereitschaft" ist ein deutliches Signal an den Markt, dass Innovation gefördert wird.
Der Spagat zwischen Wettbewerbsfähigkeit und dem Schutz der Verbraucher sowie der Marktintegrität wird jedoch anspruchsvoll, insbesondere bei der schnellen Einführung von Stablecoins.
Die Ambition ist klar, die Umsetzung wird zeigen, ob die Balance gelingt.