FED Speech

Fed-Vize Bowman fordert grundlegende Reform der Bankenregulierung

Bowman drängt auf schlankere Bankenaufsicht

Michelle W. Bowman, Vizevorsitzende für Aufsicht der Federal Reserve, sprach auf einem EGRPRA-Treffen über die Notwendigkeit einer umfassenden Reform der US-Bankenregulierung.

Sie kritisierte das aktuelle System als übermäßig komplex, überlappend und kostspielig, insbesondere für kleinere Banken.

Bowman betonte die Dringlichkeit, unnötige und veraltete Vorschriften zu eliminieren, um Wirtschaftswachstum und Innovation zu fördern, ohne die Sicherheit des Finanzsystems zu gefährden.

Sie kündigte konkrete Schritte zur Vereinfachung von Kapitalanforderungen, Stresstests und dem Fusionsprozess an und versprach, die Aufsicht auf wesentliche Finanzrisiken zu konzentrieren.

Ruf nach effizienterer Aufsicht gewinnt an Fahrt

Bowmans Rede reiht sich in die seit Jahren geführte Debatte um die Angemessenheit der Bankenregulierung ein, insbesondere nach den umfangreichen Reformen der Post-Finanzkrisen-Ära.

Der EGRPRA-Prozess bietet eine gesetzlich verankerte Plattform für diese Überprüfung.

Ihre deutliche Kritik an den "unterwältigenden" Ergebnissen früherer Reviews und ihre konkreten Vorschläge signalisieren einen ernsthaften Willen zu substanziellen Änderungen.

Dies könnte eine Abkehr von der bisherigen, eher inkrementellen Anpassung bedeuten und insbesondere für kleinere und mittlere Banken spürbare Entlastungen bringen.

Deutliches Signal für Regulierungsabbau

Die Rede von Vizevorsitzender Bowman ist ein starkes Signal für eine proaktive Neuausrichtung der Bankenaufsicht.

Sie geht über allgemeine Forderungen hinaus, indem sie spezifische Bereiche für Reformen benennt und frühere Versuche als "inakzeptabel" kritisiert.

Die Betonung der Reduzierung von Komplexität und Kosten sowie die Abkehr von "reputational risk" in der Aufsicht zeigen einen klaren Kurswechsel, der für institutionelle Investoren und Banken von hoher Relevanz ist.

Original: Bowman, Opening Remarks

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