Fed und FDIC veröffentlichen "Living Wills" von 15 Großbanken
Krisenpläne großer Banken offengelegt
Die Federal Reserve und die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) haben am 23. Oktober 2025 die öffentlichen Abschnitte der Abwicklungspläne, bekannt als "Living Wills", von fünfzehn großen Bankorganisationen veröffentlicht.
Diese umfassen fünf inländische und zehn ausländische Institute, die ihre Pläne bis zum 1. Oktober 2025 einreichen mussten.
Die durch den Dodd-Frank Act vorgeschriebenen Pläne beschreiben die Strategie der Banken für eine geordnete Abwicklung im Falle erheblicher finanzieller Schwierigkeiten oder eines Ausfalls, um systemische Risiken zu minimieren.
Zusätzlich wurde ein Zwischen-Update des Plans von Capital One Financial Corporation nach der Übernahme von Discover veröffentlicht; ein vollständiger Plan folgt bis Juli 2026.
Die Veröffentlichung unterstreicht das fortgesetzte Engagement der Regulierungsbehörden für Finanzstabilität und Transparenz.
Dodd-Frank-Erbe und Bankenstabilität
Diese Veröffentlichung ist ein integraler Bestandteil der nach der Finanzkrise 2008 eingeführten Dodd-Frank-Gesetzgebung, die darauf abzielt, das "Too Big To Fail"-Problem zu adressieren.
Die regelmäßige Einreichung und Veröffentlichung dieser "Living Wills" ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Finanzstabilität und das Vertrauen der Märkte.
Sie signalisiert das fortgesetzte Engagement der US-Regulierungsbehörden, systemische Risiken proaktiv zu managen und die geordnete Abwicklung großer Finanzinstitute sicherzustellen.
Der Fall Capital One zeigt zudem die dynamische Anpassung der Anforderungen an Unternehmensentwicklungen.
Erwartete Transparenz ohne neue Signale
Die Veröffentlichung ist eine routinemäßige Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und bietet keine neuen politischen oder marktbeeinflussenden Signale.
Sie bestätigt lediglich, dass der Prozess zur Überwachung der Abwicklungsfähigkeit großer Banken fortgesetzt wird.
Für institutionelle Investoren und Policy-Experten ist dies eine Bestätigung der regulatorischen Kontinuität, liefert aber keine frischen Einblicke in die zukünftige Ausrichtung der Geld- oder Regulierungspolitik.
Die Relevanz liegt in der Bestätigung der fortlaufenden Systemstabilität.