Fed lüftet Schleier: Aufsichts-Handbücher für Großbanken online
Mehr Licht in die Bankenaufsicht
Die Federal Reserve hat das erste von mehreren Handbüchern zur Aufsicht der größten und komplexesten Banken veröffentlicht.
Damit will die US-Notenbank mehr Transparenz in ihre Überwachungspraktiken bringen und die öffentliche Rechenschaftspflicht stärken.
Vizepräsidentin Michelle W. Bowman bezeichnete die Veröffentlichung als wichtigen Schritt, um die Fed an hohe Standards zu binden.
Weitere Dokumente, darunter Handbücher zu Kapital- und Liquiditätsplanung sowie Abwicklungsstrategien, folgen Anfang nächsten Jahres.
Die nun zugänglichen Leitfäden, die intern bereits genutzt werden, wurden für die Öffentlichkeit von vertraulichen Informationen bereinigt.
Ein Update zur Umbenennung von LISCC zu GSIB steht noch aus.
Transparenz als Aufsichts-Credo
Seit der globalen Finanzkrise steht die Bankenaufsicht verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit und Politik.
Forderungen nach mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht sind lauter geworden, insbesondere im Hinblick auf systemrelevante Institute.
Die Fed reagiert mit dieser Initiative auf den anhaltenden Druck, ihre Prozesse offenzulegen.
Es ist ein weiterer Baustein in einer Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, das Vertrauen in das Finanzsystem zu stärken und die Effektivität der Aufsicht zu demonstrieren.
Die Veröffentlichung der Handbücher signalisiert einen Kulturwandel hin zu proaktiver Kommunikation.
Überfälliger Schritt zur Rechenschaft
Die Veröffentlichung der Aufsichts-Handbücher ist ein längst überfälliger Schritt, der die Fed in ihrer Rolle als transparenter Regulator stärkt.
Auch wenn die Inhalte für Insider keine Revolution darstellen dürften, erhöht die Zugänglichkeit die öffentliche Kontrolle und fördert das Verständnis für die komplexen Prozesse der Großbankenaufsicht.
Es ist ein Signal, dass die Fed ihre eigenen Standards ernst nimmt.