Fed plant abgespeckte Konten für Zahlungsdienste
Maßgeschneiderter Zugang für Fintechs
Die Federal Reserve ersucht um öffentliche Stellungnahmen zu einem neuen "Zahlungskonto".
Dieses Konto soll berechtigten Finanzinstituten einen limitierten Zugang zum Clearing und Settlement ihrer Zahlungen ermöglichen.
Anders als ein Master-Konto würde es keine Zinsen zahlen, keinen Zugang zu Fed-Krediten bieten und Obergrenzen für Guthaben aufweisen.
Ziel ist es, Innovation im Zahlungsverkehr zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit des Systems zu gewährleisten, indem neue Geschäftsmodelle einen maßgeschneiderten, risikoärmeren Zugang erhalten.
Innovation trifft Regulierung im Zahlungsverkehr
Die rasante Entwicklung im Zahlungsverkehr hat in den letzten Jahren neue Geschäftsmodelle hervorgebracht, die Zugang zu den Dienstleistungen der Federal Reserve suchen.
Bislang war der Zugang über Master-Konten geregelt, die jedoch umfassende Privilegien und Risiken bergen.
Der Vorstoß der Fed, ein "Zahlungskonto" einzuführen, ist eine pragmatische Antwort auf diesen Wandel.
Er signalisiert den Versuch, Innovation zu ermöglichen, ohne die etablierten Zugangsregeln für traditionelle Banken zu untergraben oder neue Systemrisiken zu schaffen.
Pragmatische Öffnung mit klaren Grenzen
Die Fed reagiert auf den Druck aus dem Markt, ohne ihre Kernprinzipien zu opfern.
Die Einführung eines abgespeckten Kontos ist ein cleverer Weg, um Fintechs und anderen neuen Playern den Zugang zu ermöglichen, ohne ihnen die vollen Privilegien und damit verbundenen Risiken eines Master-Kontos zu gewähren.
Es ist eine evolutionäre Anpassung, keine Revolution.