Fed seziert Risiken digitaler Geldprodukte
Krypto-Geld: Alte Risiken, neue Hüllen
Die US-Notenbank legt ein neues Analyse-Framework vor, um die Schwachstellen aufstrebender digitaler Geldprodukte wie Stablecoins, tokenisierte Geldmarktfonds (MMFs) und MMETFs zu bewerten.
Das Papier vergleicht deren Eigenschaften systematisch mit den bekannten Vulnerabilitäten klassischer MMFs, insbesondere hinsichtlich Liquiditätstransformation, Schwellenwerteffekten, Ansteckungsrisiken und reaktiven Anlegern.
Die Fed liefert damit ein dringend benötigtes Werkzeug, um die potenziellen Auswirkungen dieser Innovationen auf die Finanzstabilität zu verstehen, während sich deren Nutzung rasant weiterentwickelt.
Die Suche nach Krypto-Stabilität
Die rasante Entwicklung von Stablecoins und anderen digitalen Assets hat Regulierungsbehörden weltweit auf den Plan gerufen.
Nach den Turbulenzen im Krypto-Sektor und den Erfahrungen mit MMF-Krisen (zuletzt 2020) wächst der Druck, potenzielle Systemrisiken frühzeitig zu identifizieren.
Dieses Fed-Papier ist ein wichtiger Schritt, um die regulatorische Lücke zu schließen und eine fundierte Basis für künftige Aufsichtsmaßnahmen zu schaffen, bevor diese Produkte systemrelevant werden.
Grundlagenarbeit für künftige Regulierung
Das Papier liefert eine methodische Basis, um die Komplexität neuer digitaler Geldprodukte zu durchdringen.
Es ist keine direkte Policy-Ankündigung, sondern ein analytisches Fundament, das für die Entwicklung zukünftiger Regulierungsansätze unerlässlich ist.
Für Finanzstabilitätsexperten und Gesetzgeber ist dies Pflichtlektüre.