Supermarkt-Inflation: Haushalte trifft es extrem ungleich
FED Paper

Supermarkt-Inflation: Haushalte trifft es extrem ungleich

Die ungleiche Last der Teuerung

Die Inflation der Jahre 2021-2022 traf US-Haushalte im Supermarkt extrem ungleich, mit Wohlfahrtsverlusten, die sich mehr als verdoppelten.

Ein neues FEDS-Papier zeigt, dass die Preisstreuung ähnlicher Güter 2022 stark zunahm.

Die Spanne der haushaltsspezifischen Inflationsraten wuchs von 1,4 auf 4,0 Prozentpunkte.

Haushalte konnten diese Schocks kaum durch Produktsubstitution abfedern.

Das Ergebnis: Während der Inflationsspitze 2022 erlitten Haushalte am 10. Perzentil 573 Dollar, am 90. Perzentil aber 1.145 Dollar an Wohlfahrtsverlusten – ein deutliches Zeichen für die soziale Ungleichheit der Teuerung.

Inflation: Mehr als nur ein Durchschnittswert

Während Zentralbanken die aggregierte Inflation bekämpfen, zeigt diese Studie die oft übersehene Mikroebene.

Die Erkenntnis, dass Preisstreuung und individuelle Konsummuster die reale Belastung massiv beeinflussen, stellt die Annahme eines 'Durchschnittshaushalts' infrage.

Für die Politik bedeutet das: Ein einziger Inflationswert verschleiert die wahren sozialen Kosten und die ungleiche Verteilung der Lasten über verschiedene Einkommens- und Konsumgruppen hinweg.

Inflation ist nicht gleich Inflation

Das FEDS-Papier liefert empirische Belege dafür, dass die Inflation weit mehr ist als ein aggregierter Wert.

Die massive Streuung der Belastung zwischen Haushalten, verstärkt durch geringe Substitutionsmöglichkeiten, ist eine wichtige Erkenntnis für die Geldpolitik und die Sozialpolitik.

Sie zeigt, wie stark die Teuerung das Wohlbefinden einzelner Gruppen beeinträchtigt, selbst wenn der Durchschnitt sinkt.