KI-Wettlauf der Banken: Wachstum ja, Vielfalt nein
FED Paper

KI-Wettlauf der Banken: Wachstum ja, Vielfalt nein

Finanz-KI: Große Banken dominieren Innovation

Banken steigern ihre KI-Patentrate von 2000 bis 2020 am stärksten, übertreffen damit sogar nicht-finanzielle Unternehmen im Wachstum.

Das zeigt ein neues FEDS-Papier.

Doch der Fortschritt konzentriert sich: Großbanken dominieren die Innovation mit dem höchsten Herfindahl-Hirschman-Index (HHI), während bei Nicht-Finanzunternehmen die Verteilung der Patente stark zugunsten weniger Akteure verzerrt ist.

Die Studie deutet auf eine wachsende technologische Kluft zwischen kleinen und großen Banken hin und warnt vor einer begrenzten Vielfalt externer KI-Dienstleister.

Regulierer im KI-Dilemma

Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz stellt Aufsichtsbehörden vor neue Herausforderungen.

Einerseits verspricht KI Effizienzgewinne und neue Geschäftsmodelle, andererseits birgt sie Risiken für Finanzstabilität, Wettbewerb und den Schutz von Verbrauchern.

Die Erkenntnisse dieses Papiers beleuchten die Dynamik der KI-Adoption im Finanzsektor und geben Hinweise darauf, wie sich die Machtverhältnisse verschieben könnten – ein zentrales Thema für die Debatte um den regulatorischen Perimeter und die Rolle von Big Tech im Finanzwesen.

Wachstum mit Schattenseiten

Das FEDS-Papier liefert empirische Belege für eine Entwicklung, die viele Beobachter vermuten: KI wird im Finanzsektor immer wichtiger, doch die Innovation konzentriert sich.

Für Regulierer und Wettbewerbshüter sind die Hinweise auf eine wachsende Kluft zwischen großen und kleinen Banken sowie eine begrenzte Vielfalt bei Drittanbietern von hoher Relevanz.

Es ist eine Analyse, kein direktes Policy-Signal, aber die Implikationen sind klar.