FED Paper

FED-Studie: Neue Wege zu ausgewogenem Wachstum bei sinkenden Suchfriktionen

Suchmodelle und Wachstum neu bewertet

Ein FEDS-Papier von Córdoba, Isojärvi und Li hinterfragt die Bedingungen, unter denen Suchmodelle ausgewogene Wachstumspfade (BGPs) generieren, bei denen Arbeitslosigkeit und offene Stellen trotz sinkender Suchfriktionen stabil bleiben.

Entgegen Martellini und Menzio (2020), die Pareto-Verteilungen und "Inspektionsgüter" als notwendig erachten, zeigen die Autoren, dass diese Bedingungen hinreichend, aber nicht zwingend sind.

Die frühere Annahme einer starken Stationarität führt zu kontrafaktischen Implikationen wie persistenter Arbeitslosigkeit und unendlichen Wohlfahrtsgewinnen bei eliminierter Suchfriktion.

Das Papier demonstriert, dass BGPs auch unter alternativen Skalierungsformen, wie additiven Transformationen, oder durch voreingenommenen technologischen Fortschritt entstehen können, wenn offene Stellen und Arbeitslose komplementäre Inputs sind.

Dies führt zu wohlgeformten BGPs mit endlichen Wohlfahrtsgewinnen und verschwindender Arbeitslosigkeit, wenn Suchfriktionen gänzlich entfallen.

Implikationen für Arbeitsmarkt- und Wachstumspolitik

Diese FEDS-Studie ist für Zentralbanken relevant, da sie unser Verständnis der fundamentalen Dynamik von Arbeitsmärkten, Arbeitslosigkeit und langfristigem Wirtschaftswachstum vertieft.

Durch die Neubewertung der Bedingungen für ausgewogene Wachstumspfade liefert sie wichtige Erkenntnisse für die Modellierung und Analyse von Arbeitsmarktentwicklungen.

Die Ergebnisse können helfen, robustere Prognosen zu erstellen und die Auswirkungen von Schocks oder politischen Maßnahmen auf die Beschäftigung und das Wachstum besser einzuschätzen, insbesondere im Kontext technologischer Veränderungen und sich wandelnder Suchfriktionen.

Fundamentale Modellkritik, keine Policy-Änderung

Das Papier ist für Zentralbanken von hoher Relevanz (4), da es grundlegende Annahmen in wichtigen makroökonomischen Suchmodellen hinterfragt und verfeinert.

Es verbessert das theoretische Verständnis von Arbeitsmärkten und Wachstum.

Die Signalstärke ist jedoch gering (1), da es sich um eine rein technische, akademische Arbeit handelt, die keine direkten Implikationen für die aktuelle Geldpolitik oder Forward Guidance enthält, sondern die Basis für zukünftige Analysen stärkt.