KI-Trader: Rational, aber anfällig für Herdentrieb
FED Paper

KI-Trader: Rational, aber anfällig für Herdentrieb

Herdenverhalten der Algorithmen

Künstliche Intelligenz könnte die Finanzmärkte stabiler machen, birgt aber neue Risiken: Eine FEDS-Studie zeigt, dass KI-Agenten rationalere Anlageentscheidungen treffen als Menschen und sich weniger von "Animal Spirits" anstecken lassen.

Das könnte Asset-Blasen reduzieren.

Doch die Forscher entdecken auch, dass sich KI-Agenten zu "optimalem Herdenverhalten" anleiten lassen, wenn sie explizit auf Profitmaximierung programmiert werden.

Zudem haben die Algorithmen menschliche Konditionierungen und Bias geerbt – ein unerwarteter Faktor für die Finanzstabilität.

Die KI-Revolution an den Märkten

Die Integration von generativer KI in den Finanzsektor schreitet rasant voran.

Diese Entwicklung stellt Aufsichtsbehörden und Marktteilnehmer vor fundamentale Fragen zur Systemstabilität.

Die Studie der Fed liefert erste experimentelle Antworten auf die Kernfrage, ob KI-gestützte Handelsstrategien die Märkte rationalisieren oder neue, schwer fassbare Risikokonzentrationen schaffen.

Sie ergänzt die wachsende Debatte um die Regulierung algorithmischer Handelssysteme und deren systemische Auswirkungen.

Segen und Risiko für die Finanzstabilität

Die Studie liefert wichtige empirische Erkenntnisse zur doppelten Natur von KI in Finanzmärkten: Sie kann stabilisierend wirken, birgt aber auch das Potenzial für neue Formen von systemischem Risiko durch induziertes Herdenverhalten und geerbte menschliche Bias.

Für Regulierer und Risikomanager ist das eine Pflichtlektüre, um die Komplexität der kommenden KI-Ära zu verstehen.