Fonds-der-Fonds: Mechanisches Rebalancing destabilisierte Anleihen
FED Paper

Fonds-der-Fonds: Mechanisches Rebalancing destabilisierte Anleihen

Mechanik als Marktrisiko: Fonds-der-Fonds im Fokus

Mechanische Portfolio-Umschichtungen von „Fonds-der-Fonds“ haben während der COVID-Krise die Anleihemärkte destabilisiert.

Eine neue FED-Studie zeigt, dass diese Dachfonds im März 2020 ein Drittel der massiven Abflüsse aus Bond-Fonds verantworteten.

Als Reaktion auf fallende Aktienkurse verkauften sie Anleihefonds und kauften Aktien – ein automatischer Prozess.

Besonders betroffen waren Staatsanleihefonds: Hier liquidierten sie 34 Prozent ihrer Bestände, was über 100 Prozent der Nettoabflüsse ausmachte.

Die Erkenntnisse beleuchten, wie scheinbar harmlose Rebalancing-Regeln Schocks zwischen Märkten übertragen und unvorhergesehene Finanzfragilität erzeugen können.

Finanzstabilität: Die Tücken der Mechanik

Die COVID-Krise legte Schwachstellen im Finanzsystem offen, insbesondere im Bereich der Non-Bank Financial Intermediation (NBFI).

Dieser FEDS-Paper beleuchtet eine bisher unterschätzte Quelle der Instabilität: die automatisierten Rebalancing-Strategien von Fonds-der-Fonds.

Während die Aufmerksamkeit oft auf Hedgefonds oder Pensionskassen liegt, zeigt die Studie, dass auch vermeintlich konservative Anlagevehikel systemische Risiken bergen können.

Die Erkenntnisse sind relevant für Regulierer, die nach Wegen suchen, die Resilienz des Finanzsystems zu stärken und unkontrollierte Schockübertragungen zu verhindern.

Mechanische Risiken im Fokus

Die Studie identifiziert einen konkreten, datengestützten Mechanismus, der während der COVID-Krise zu Marktstörungen führte.

Sie liefert wichtige empirische Belege für die Diskussion um Finanzstabilität und die Rolle von Non-Bank Financial Intermediaries.

Für Regulierer bietet sie einen neuen Ansatzpunkt zur Analyse und potenziellen Minderung systemischer Risiken, die aus automatisierten Anlagestrategien entstehen.