L-förmige Rezessionen: Lohnstarrheit verlängert Jobverluste
FED Paper

L-förmige Rezessionen: Lohnstarrheit verlängert Jobverluste

Warum L-Rezessionen so hartnäckig sind

L-förmige Rezessionen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines toxischen Mixes aus Nachfrageschocks und starrer Lohnentwicklung.

Das zeigt eine neue Studie von Fed-Ökonomen, die regionale Daten aus den USA analysiert.

Wenn Löhne nach unten nicht flexibel sind, steigen die Reallöhne in der Krise, was den Beschäftigungsabbau verlängert und die Erholung bremst.

Die Forscher belegen, dass diese Abwärtslohnstarrheit ein entscheidender Treiber für hartnäckige Hysterese-Effekte ist.

Interessanterweise sind gerade in solchen Phasen expansive Geld- und Fiskalpolitik besonders wirksam, um die Arbeitsmärkte wieder in Schwung zu bringen.

Ein New-Keynesianisches Modell untermauert diese Mechanismen.

Die hartnäckige Hysterese-Debatte

Die Frage, warum sich Arbeitsmärkte nach Schocks manchmal nur schleppend erholen, beschäftigt Notenbanker und Ökonomen seit Jahrzehnten.

Diese Fed-Studie liefert nun empirische Belege für die Rolle der Abwärtslohnstarrheit – ein Faktor, der in der Vergangenheit oft diskutiert, aber seltener so klar quantifiziert wurde.

Die Erkenntnisse sind besonders relevant für die aktuelle Debatte um die Wirksamkeit von Stimulus-Maßnahmen in Phasen struktureller Anpassung und könnten die Argumente für eine aggressive Politik in tiefen Rezessionen stärken.

Empirischer Beleg für Lohnstarrheit

Die Studie liefert einen wichtigen empirischen Baustein zur Hysterese-Debatte und untermauert die Bedeutung von Lohnflexibilität für die Erholung nach Rezessionen.

Besonders die Erkenntnis, dass expansive Politik bei starker Lohnstarrheit besonders effektiv ist, könnte die geld- und fiskalpolitische Diskussion beeinflussen.

Keine direkte Policy-Anweisung, aber ein starkes Argument für bestimmte Interventionsstrategien.