Rezessionen: Inflation trifft Geringverdiener doppelt hart
Inflation: Die doppelte Last der Rezession
In Rezessionen steigt die Inflation für Geringverdiener überproportional.
Ein neues FEDS Paper zeigt, dass sich die Ausgaben der Haushalte systematisch hin zu Notwendigkeiten verschieben, deren relative Preise steigen.
Dieser Mechanismus, der sowohl bei Nachfrage- als auch Angebotsschocks wirkt, führt dazu, dass die Inflation für einkommensschwache Haushalte um über 1,5 Prozentpunkte höher ausfällt als für einkommensstarke.
Eine doppelte Belastung, die über den direkten Schock hinausgeht, da sie bereits vom Schock selbst getroffen wurden.
Ungleichheit im Konjunkturzyklus
Die Debatte um die Verteilungswirkungen von Inflation und Konjunkturzyklen gewinnt an Schärfe.
Dieses Papier liefert eine neue, empirisch fundierte Perspektive darauf, wie makroökonomische Schocks die Ungleichheit verschärfen.
Es erweitert das Verständnis für die sozialen Kosten von Rezessionen und fordert implizit eine differenziertere Betrachtung der geld- und fiskalpolitischen Reaktionen, die über aggregierte Inflationsziele hinausgeht und die Lebensrealität einkommensschwacher Haushalte stärker berücksichtigt.
Versteckte Kosten der Rezession
Das Paper beleuchtet einen bislang unterschätzten Mechanismus, der die Inflationslast in Rezessionen ungleich verteilt.
Die empirische Evidenz und die quantitative Modellierung sind überzeugend.
Für Zentralbanken und Fiskalpolitik ist dies relevant, um die sozialen Auswirkungen von Schocks und die Wirksamkeit von Stützungsmaßnahmen besser zu verstehen.
Es liefert keine direkten Policy-Signale, aber wichtige analytische Grundlagen.