FED Paper

Haushalte prägen Zahlungsverhalten: Kartenwahl wichtiger als Transaktionsgröße

Präferenzen treiben Kartenzahlungen an

Ein FEDS-Papier von Rysman, Wang und Wozniak analysiert mithilfe von Haushalts-Scannerdaten die Präferenzen bei Zahlungsmethoden.

Die Studie beleuchtet den langfristigen Trend hin zu Kartenzahlungen und die Rolle der Transaktionsgröße.

Die Autoren stellen fest, dass individuelle Haushaltpräferenzen ein entscheidender Faktor für die Zahlungswahl sind.

Entgegen früherer Annahmen hat die Transaktionsgröße einen geringeren und stark variierenden Einfluss auf die Wahl der Zahlungsmethode.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass sich diese Präferenzen langsam entwickeln und nur etwa ein Drittel des Anstiegs der Kartennutzung über sieben Jahre erklären.

Diese Erkenntnisse sind relevant für die Einführung neuer Zahlungsmethoden wie Instant Payments und die Abschaffung älterer Systeme wie Schecks, da sie potenzielle Kosten für Haushalte aufzeigen.

Implikationen für Zahlungssysteme und Innovation

Für Zentralbanken sind die Ergebnisse dieses FEDS-Papiers von hoher Relevanz, da sie tiefere Einblicke in das Zahlungsverhalten von Haushalten bieten.

Das Verständnis der Treiber für die Akzeptanz von Kartenzahlungen und die Rolle individueller Präferenzen ist entscheidend für die Gestaltung zukünftiger Zahlungssysteme und die Förderung von Innovationen wie Instant Payments.

Die Erkenntnisse über die geringere Bedeutung der Transaktionsgröße und die langsamen Veränderungen der Präferenzen helfen, die Auswirkungen von Politikmaßnahmen besser abzuschätzen und mögliche Reibungsverluste bei der Einführung neuer oder der Abschaffung alter Methoden zu minimieren.

Dies ist wichtig für die Stabilität und Effizienz des gesamten Zahlungsverkehrs.

Wichtige Einblicke ins Zahlungsverhalten

Das Papier liefert wichtige deskriptive und analytische Erkenntnisse über das Zahlungsverhalten von Haushalten, die für Zentralbanken von großem Interesse sind.

Die Betonung individueller Präferenzen und die Neubewertung der Transaktionsgröße haben implizite Implikationen für die Entwicklung und Regulierung von Zahlungssystemen.

Es ist keine direkte Policy-Ankündigung, aber die Ergebnisse können als Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen dienen, insbesondere im Hinblick auf die Einführung neuer und die Abschaffung alter Zahlungsmethoden.