Dollar-Wellen: FED-Studie widerlegt linearen Trend
FED Paper

Dollar-Wellen: FED-Studie widerlegt linearen Trend

Die Wellen der Dollar-Dominanz

Die Dominanz des US-Dollars in internationalen Schuldtiteln folgt keiner linearen Entwicklung, weder einer stetigen Dollarisierung noch einer De-Dollarisierung.

Stattdessen zeigt eine umfassende FED-Studie ein ausgeprägtes Wellenmuster.

Seit den 1960er Jahren identifizieren die Autoren drei solcher Wellen.

Die jüngste, durch die globale Finanzkrise ausgelöste Welle, hat den Dollar-Anteil fast wieder auf das Niveau von 2000 gehoben, dem Startjahr des Euro.

Dies stellt gängige Narrative über den unaufhaltsamen Niedergang oder Aufstieg des Dollars infrage und betont seine dynamische, aber robuste Rolle.

Die Debatte um die Dollar-Dominanz

Die Rolle des US-Dollars als globale Leit- und Reservewährung wird seit Jahren intensiv diskutiert, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Verschiebungen und dem Aufstieg alternativer Währungen.

Während einige Beobachter einen schleichenden Bedeutungsverlust prognostizieren, sehen andere seine Position als unangefochten.

Diese neue FED-Studie liefert nun empirische Belege, die beide Extreme relativieren und eine differenziertere Sicht auf die Entwicklung der Dollar-Dominanz ermöglichen, basierend auf einer beispiellos breiten Datenbasis.

Mehr Nuance für die Dollar-Debatte

Die Studie liefert eine wichtige empirische Grundlage für die anhaltende Diskussion um die globale Rolle des US-Dollars.

Die Erkenntnis der "Wellen" statt linearer Trends ist entscheidend, um die Dynamik der Währungsdominanz besser zu verstehen.

Für institutionelle Investoren und Policy-Experten, die die Zukunft der globalen Finanzarchitektur bewerten, ist dies eine Pflichtlektüre, die gängige Annahmen hinterfragt.