FED-Studie: Informationsrauschen verlängert Arbeitsmarkt-Leiden nach Krisen
Fehlende Infos bremsen Job-Erholung
Ein aktuelles Diskussionspapier der US-Notenbank FED vom September 2025 beleuchtet die hartnäckig langsame Erholung des Arbeitsmarktes nach Rezessionen.
Die Studie argumentiert, dass herkömmliche Such- und Matching-Modelle diese Trägheit nicht erklären können.
Stattdessen identifiziert der Autor 'Noise Shocks' – Erwartungsfehler aufgrund verrauschter Signale über aggregierte Schocks – als Hauptursache.
Ohne diese Informationsfehler hätte sich die Arbeitslosigkeit zwischen 1968 und 2019 sechs Quartale schneller auf Vorkrisenniveau erholt.
Ein entwickeltes Modell mit unvollkommener Information, Lohnstarrheit und Stellenausschreibungen repliziert die langsame Erholung und systematische Prognosefehler erfolgreich.
Dies unterstreicht die zentrale Rolle unvollkommener Information für die Dynamik des Arbeitsmarktes nach Rezessionen.
Neue Perspektive auf Arbeitsmarkt-Rätsel
Die hartnäckig hohe Arbeitslosigkeit nach Rezessionen ist ein wiederkehrendes Rätsel für Zentralbanken und Ökonomen, das besonders nach der globalen Finanzkrise und der COVID-19-Pandemie intensiv diskutiert wurde.
Dieses IFDP-Papier bietet eine neue, mikrofundierte Erklärung, die über traditionelle Ansätze hinausgeht, indem es die Rolle von unvollkommener Information und Erwartungsfehlern hervorhebt.
Es liefert eine strukturelle Begründung für die beobachtete Trägheit und fordert etablierte Such- und Matching-Modelle heraus, was für die geldpolitische Analyse und Prognose von Bedeutung ist.
Fundierte Analyse mit Modell-Innovation
Das Papier liefert eine substanzielle, modellbasierte Erklärung für ein zentrales makroökonomisches Phänomen, das Standardmodelle bisher nicht ausreichend abbilden konnten.
Die Identifizierung von 'Noise Shocks' als signifikantem Faktor für die langsame Arbeitsmarkterholung ist eine wichtige Erkenntnis.
Obwohl es sich um ein Forschungspapier ohne direkte Policy-Empfehlungen handelt, bietet es wertvolle Einblicke für die Prognose und Analyse der Arbeitsmarktdynamik durch Zentralbanken und institutionelle Investoren.