FED-Studie: Technologische Spillovers heben Wohlfahrt um 22%, Reallokation treibt 60% der Produktivität
Multi-Produkt-Firmen: Spillovers und Reallokation
Ein neues Diskussionspapier der FED, veröffentlicht am 12. Januar 2026, präsentiert eine innovative Methode zur Schätzung von Produktivität und Qualität auf Firmen-Produktebene.
Die Autoren Mauro Caselli, Arpita Chatterjee und Shengyu Li nutzen einen Transformationsfunktionsrahmen und Firmenoptimierungsbedingungen, um eine direkte Verbindung zwischen beobachteten Daten und unentdeckter Produktivität herzustellen.
Die Methode, die ohne die Imputation von Input-Anteilen oder die Annahme von Produktivitätsentwicklungsprozessen auskommt, wurde auf mexikanische Fertigungsindustrien angewendet.
Die Analyse zeigt, dass eine exogene, produktspezifische Technologieverbesserung erhebliche Wohlfahrtsgewinne generiert, die durch firmeninterne Spillovers um 17 Prozent und firmenübergreifende Spillovers um 5 Prozent verstärkt werden.
Bemerkenswert ist, dass die interne Ressourcenumverteilung hin zu den produktivsten Produkten 60 Prozent der resultierenden Produktivitätsgewinne auf Firmenebene ausmacht.
Produktivitätsrätsel neu gelöst
Die Messung von Produktivität und Qualität, insbesondere in komplexen Multi-Produkt-Firmen, ist eine anhaltende Herausforderung für Ökonomen.
Herkömmliche Methoden kämpfen oft mit der Notwendigkeit, Input-Anteile zu imputieren oder Annahmen über Produktivitätsentwicklungen zu treffen.
Dieses FED-Papier bietet einen frischen Ansatz, der diese Fallstricke umgeht und zudem die Verzerrung durch unbeobachtete heterogene Inputpreise adressiert.
Die Fähigkeit, Wohlfahrtsgewinne und Spillover-Effekte präzise zu quantifizieren, liefert wertvolle Einblicke für die Industriepolitik und das Verständnis von Wachstumstreibern.
Neue Methodik mit konkreten Wohlfahrts-Insights
Das Papier liefert eine methodische Neuerung für die Produktivitätsmessung, die gängige Probleme umgeht.
Die quantifizierten Effekte – 17% und 5% Spillover-Verstärkung der Wohlfahrtsgewinne, 60% Reallokationsbeitrag – sind konkrete, substanzielle Erkenntnisse für Ökonomen und Policy-Experten, die sich mit Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit befassen.