FED-Studie: Energiepreisdeckel schaden dem Nachbarn mehr als sie nützen
Die Schattenseite der Preisbremse
Nationale Energiepreisdeckel in der Eurozone während der Krise 2022 waren eine kostspielige Marktverzerrung mit erheblichen negativen Spillovers.
Eine neue FED-Studie zeigt, dass Länder ohne Preisbremsen bis zu 30 Prozentpunkte höhere Energieinflation erlebten.
Der Preisdeckel schützte zwar das umsetzende Land, trieb aber in den Nachbarländern die Inflation um rund 10 Prozentpunkte bei Energie und 0,5 Prozentpunkte bei der Headline-Inflation in die Höhe.
Kooperative, gezielte Transfers wären laut der Analyse ein weitaus effektiverer und günstigerer Weg gewesen, um die Konsumenten zu entlasten, ohne die Währungsunion zu spalten.
Eurozone: Solidarität unter Druck
Die Energiekrise 2022 zwang die Euro-Staaten zu schnellen, oft nationalen Reaktionen.
Während einige Länder auf weitreichende Preisbremsen setzten, verzichteten andere darauf – eine Divergenz, die die Kohäsion der Währungsunion auf die Probe stellte.
Die vorliegende FED-Studie liefert nun eine quantitative Analyse dieser unkoordinierten Maßnahmen und ihrer weitreichenden Folgen.
Sie reiht sich ein in die Debatte, wie die Eurozone künftigen Schocks begegnen kann, ohne in nationale Alleingänge zu verfallen, die das gemeinsame Wirtschaftsgefüge belasten.
Teure nationale Alleingänge
Das Paper quantifiziert die Kosten unkoordinierter nationaler Energiepolitik und liefert eine kritische Perspektive auf Preisdeckel.
Die konkreten Zahlen zu Inflations-Spillovers sind für Policy-Experten und Investoren, die die Dynamik der Eurozone verstehen wollen, von hoher Relevanz.
Es ist eine starke analytische Arbeit, die die Vorteile kooperativer Lösungen unterstreicht.