US-Arbeitnehmer: China-Schock erhöht Einkommen außerhalb der Industrie
China-Schock: Gewinner im Upstream-Sektor
US-Arbeitnehmer außerhalb des verarbeitenden Gewerbes verzeichnen nach der US-Handelsliberalisierung mit China relative Einkommenszuwächse.
Diese Gewinne kumulieren sich über die Zeit, da der positive Effekt der vorgelagerten Exposition eines Arbeitnehmers – erhöhter Wettbewerb durch China auf den Inputmärkten – die negativen Auswirkungen der eigenen und nachgelagerten (Kunden-)Expositionen überwiegt.
Die FED-Ökonomen Justin R. Pierce, Peter K. Schott und Cristina J. Tello-Trillo zeigen in ihrem IFDP-Papier vom Januar 2026, dass diese relativen Zugewinne geringer ausfallen für Nicht-Industriearbeiter mit geringerer Betriebszugehörigkeit und niedrigeren Anfangsgehältern.
Im Gegensatz dazu bleiben die Gewinne bei Arbeitnehmern im verarbeitenden Gewerbe aus, bedingt durch fehlende vorgelagerte Vorteile und stärkere nachgelagerte Verluste.
Handelsschock: Wer profitiert wirklich?
Die Auswirkungen der US-Handelsliberalisierung mit China, oft als „China-Schock“ bezeichnet, wurden lange primär mit Jobverlusten im verarbeitenden Gewerbe assoziiert.
Dieses FED-Papier erweitert die Perspektive und zeigt, dass die Effekte komplexer sind und auch Gewinner hervorbringen.
Es liefert eine differenzierte Sicht auf die Anpassungsmechanismen des US-Arbeitsmarktes und die Verteilung von Wohlstandsgewinnen und -verlusten jenseits der direkten Konkurrenz in Endproduktmärkten.
Differenzierte Sicht auf den China-Schock
Das Papier bietet eine wichtige Nuancierung der Debatte um die Auswirkungen des China-Schocks.
Es identifiziert bisher wenig beachtete Gewinner außerhalb des verarbeitenden Gewerbes und erklärt die Mechanismen über vorgelagerte Märkte.
Dies ist relevant für die Bewertung zukünftiger Handelsliberalisierungen und deren soziale Folgen.