Fed-Studie: Handelskosten verschärfen Inflationsdruck und Geldpolitik-Dilemma
Handelskosten: Kurze Spikes, lange Effekte
Ein aktuelles IFDP-Papier der Fed von Cuba-Borda et al.
vom Juli 2025 untersucht den Einfluss von Handelskosten auf die Inflation.
Die Autoren zeigen, dass höhere Kosten für Endprodukte kurzfristige, starke Inflationsspitzen verursachen, während steigende Kosten für Vorleistungen eine hartnäckigere Inflation auslösen.
Diese Effekte übertragen sich über globale Wertschöpfungsketten und erschweren geldpolitische Entscheidungen.
Die Studie quantifiziert zudem die Auswirkungen der US-China-Handelskriegs 2018-2019 und den Beitrag von Handelskosten zur post-pandemischen Inflation, gestützt auf neue Daten zu US-Inlandsbeschaffung.
Neue Perspektiven auf Lieferketten-Schocks
Diese Studie ist hochrelevant für die anhaltende Debatte über die Ursachen der post-pandemischen Inflation und die Rolle globaler Lieferketten.
Sie liefert empirische Belege dafür, wie externe Schocks über Handelskanäle die Preisentwicklung beeinflussen und die Geldpolitik vor Dilemmata stellen.
Die Analyse der US-China-Handelskonflikte und der jüngsten Inflationswelle bietet wichtige Einblicke für Zentralbanker weltweit, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind.
Die Nutzung neuer Daten zur Inlandsbeschaffung in den USA ist methodisch bemerkenswert.
Wichtige Erkenntnisse für Notenbanker
Das Papier liefert eine fundierte, empirisch gestützte Analyse der Inflationsdynamik im Kontext globaler Handelskosten.
Seine hohe Relevanz ergibt sich aus der direkten Verbindung zu aktuellen geldpolitischen Herausforderungen und der Quantifizierung jüngster Ereignisse.
Obwohl es keine direkten Policy-Signale aussendet, bietet es Notenbanken und Investoren wertvolle Einblicke in die Mechanismen der Inflationsübertragung durch globale Wertschöpfungsketten.
Original: IFDP Paper: Trade Costs and Inflation Dynamics
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