FED Speech

Fed-Gouverneur Miran: Stablecoin-Boom drückt neutralen Zins r*

Stablecoin-Boom senkt neutralen Zins r*

FED-Gouverneur Stephen I. Miran erörtert am 7. November 2025 auf dem BCVC Summit in New York die weitreichenden Implikationen des rasanten Wachstums von Stablecoins für die Geldpolitik.

Er betont, dass Stablecoins, insbesondere nach Verabschiedung des GENIUS Act, die Nachfrage nach US-Staatsanleihen und anderen liquiden Dollar-Assets erheblich steigern werden, vor allem aus dem Ausland.

Miran prognostiziert, dass dieser "globale Stablecoin-Überschuss" einen substanziellen und langfristigen Abwärtsdruck auf den neutralen Zinssatz (r*) ausüben wird, möglicherweise um bis zu 40 Basispunkte.

Dies könnte niedrigere Leitzinsen erfordern, das Risiko des Erreichens der Nullzinsgrenze erhöhen, den Dollar stärken und die Rolle von Wechselkursen als Stoßdämpfer mindern.

Er fordert eine vorausschauende Analyse dieser Effekte durch Zentralbanken.

Stablecoins: Neue Größe in der Geldpolitik

Miran positioniert Stablecoins als eine ernstzunehmende, wachsende Kraft, die über die Krypto-Nische hinausgeht und direkte Auswirkungen auf die traditionelle Geldpolitik hat.

Die Rede ist bemerkenswert, da ein hochrangiger Fed-Vertreter die potenziellen makroökonomischen Effekte auf den neutralen Zinssatz (r*) explizit quantifiziert und mit dem "global saving glut" vergleicht.

Dies unterstreicht die Notwendigkeit, digitale Assets in die geldpolitische Analyse zu integrieren.

Die Verabschiedung des GENIUS Act in den USA liefert den regulatorischen Rahmen, der diese Entwicklung beschleunigt und Stablecoins als legitimen Teil des Finanzsystems etabliert.

Deutliches Signal zur Stablecoin-Wirkung

Diese Rede ist Pflichtlektüre, da sie die Diskussion über Stablecoins von der reinen Regulierung auf die makroökonomische Ebene hebt.

Miran quantifiziert die potenziellen Auswirkungen auf den neutralen Zinssatz (r*) und zieht Parallelen zum "global saving glut".

Dies signalisiert, dass die Fed Stablecoins als ernsthaften Faktor für die zukünftige Geldpolitik betrachtet und eine vorausschauende Analyse für notwendig erachtet, um die Auswirkungen auf Zinspfade und die Nullzinsgrenze zu verstehen.