Fed: US-Deregulierung senkt Inflation bis 2030 um 3%
FED Speech

Fed: US-Deregulierung senkt Inflation bis 2030 um 3%

Angebotsschock durch Deregulierung

Ein Mitglied des Federal Reserve Board argumentiert, dass umfassende Deregulierung in den USA die Inflation signifikant dämpfen könnte.

Die „one-in-ten-out policy“ der aktuellen US-Regierung könnte bis 2030 schätzungsweise 30 Prozent der regulatorischen Beschränkungen im Code of Federal Regulations eliminieren.

Dies impliziert einen kumulativen Rückgang des Verbraucherpreisniveaus von etwa 3 Prozent bis 2030, was über ein halbes Prozent pro Jahr ausmacht.

Der Sprecher sieht die primären Effekte auf der Angebotsseite, die das potenzielle Output stärker erhöhen als das tatsächliche Output.

Dies würde eine akkommodierendere Geldpolitik unterstützen und könnte Zinssenkungen rechtfertigen, da der Output-Gap vergrößert wird.

Griechenlands Erholung seit der Krise von 2009, unterstützt durch Deregulierung, dient als Beispiel für die positiven Effekte auf Wettbewerbsfähigkeit und Lebensstandard.

Angebotspolitik trifft Geldpolitik

Die Diskussion um die Rolle der Deregulierung für die Geldpolitik gewinnt an Bedeutung, während Zentralbanken weltweit nach Wegen suchen, die Inflation zu kontrollieren und gleichzeitig nachhaltiges Wachstum zu fördern.

Dieser Beitrag eines Fed-Mitglieds rückt die Angebotsseite der Wirtschaft in den Fokus, die oft zugunsten der Nachfrageseite vernachlässigt wird.

Er stellt eine Herausforderung für traditionelle geldpolitische Modelle dar, die Deregulierungseffekte schwer quantifizieren.

Die Argumentation, dass Deregulierung das Potenzialwachstum erhöht und damit deflationär wirkt, bietet eine neue Perspektive auf die aktuelle Debatte um den neutralen Zinssatz und die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik.

Deregulierung als deflationärer Impuls

Der Beitrag eines Fed-Mitglieds liefert eine detaillierte Argumentation für die deflationären Effekte von Deregulierung, die über kurzfristige zyklische Effekte hinausgehen.

Die Quantifizierung eines potenziellen 3-Prozent-Rückgangs des Verbraucherpreisniveaus bis 2030 durch US-Deregulierung ist ein konkretes Signal, das die geldpolitische Haltung beeinflussen könnte.

Es fordert Zentralbanken auf, nicht-monetäre Faktoren stärker in ihre Prognosen einzubeziehen.

Original: Miran, Regulations, the Supply Side, and Monetary Policy

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