Fed-Gouverneur Miran kritisiert Regulierung: Bremst Geldpolitik, bläht Bilanz
Miran: Bankenregulierung überdenken
Fed-Gouverneur Stephen I. Miran sprach am 19. November 2025 vor dem Bank Policy Institute und Small Business & Entrepreneurship Council in Washington, D.C. Er betonte, dass die aktuelle Bankenregulierung die Autonomie der Federal Reserve bei der Geldpolitik einschränke und die Bilanz der Fed unnötig aufblähe.
Miran fordert eine Überarbeitung der Vorschriften, insbesondere der Leverage Ratios, um die Kosten für Banken zu senken und Marktverzerrungen zu vermeiden.
Er plädiert für einen kleineren Fußabdruck der Fed, mehr Transparenz und eine Vermeidung von Überreaktionen auf Krisen.
Insbesondere unterstützt er die Herausnahme von Staatsanleihen und Reserven aus den Leverage Ratios, um die Funktion des Treasury-Marktes zu verbessern und eine mögliche zukünftige Bilanzreduzierung zu ermöglichen.
Miran mischt sich in Regulierungsdebatte ein
Mirans Rede fällt in eine Zeit intensiver Debatten über die optimale Größe der Fed-Bilanz, die Rolle von Bankreserven und die Auswirkungen der Post-GFC-Regulierungen (wie Basel III und die Supplementary Leverage Ratio).
Seine Forderung nach einer Deregulierung, insbesondere bezüglich der Leverage Ratios, adressiert direkt Bedenken hinsichtlich der Liquidität im Treasury-Markt und der unbeabsichtigten Folgen von Vorschriften auf die geldpolitische Transmission.
Mirans Position unterstreicht eine Tendenz innerhalb der Fed, den regulatorischen Rahmen kritisch zu hinterfragen und eine marktorientiertere Kreditallokation zu fördern, was auch die jüngsten Schritte zur Reduzierung des Fed-Fußabdrucks (z.B. T-Bill-Käufe) reflektiert.
Miran: Weniger Regulierung, mehr Markt
Als Fed-Gouverneur liefert Miran eine klare philosophische und praktische Begründung für eine umfassende Regulierungsreform, die direkt die Größe der Fed-Bilanz und die geldpolitische Autonomie betrifft.
Seine explizite Unterstützung für die Anpassung der Leverage Ratios durch den Ausschluss von Treasuries und Reserven ist ein konkretes Signal für die zukünftige Politik.
Die Rede ist daher hochrelevant für Finanzinstitute und politische Entscheidungsträger, da sie auf potenzielle signifikante Änderungen im regulatorischen Umfeld hindeutet.