Miran: Fed-Zinsen zu hoch wegen 'Phantom-Inflation'
FED Speech

Miran: Fed-Zinsen zu hoch wegen 'Phantom-Inflation'

Inflationsmessung auf dem Prüfstand

Die US-Notenbank hält die Zinsen womöglich zu hoch, weil sie einer 'Phantom-Inflation' hinterherjagt.

Das ist die provokante These von Fed-Gouverneur Stephen I. Miran.

Er kritisiert, dass offizielle Inflationsdaten, insbesondere bei Wohnkosten und Finanzdienstleistungen, die tatsächliche Preisentwicklung verzerrt abbilden.

Miran erwartet einen schnelleren Rückgang der Mietinflation und argumentiert, dass Tarife kaum Einfluss auf die Güterpreise haben.

Die Fed riskiere, auf Basis fehlerhafter Signale eine zu restriktive Politik zu fahren.

Die Debatte um die wahre Inflation

Die Fed ringt seit Monaten mit der hartnäckigen Inflation, während die Märkte auf Zinssenkungen spekulieren.

Mirans Rede ist ein direkter Angriff auf die gängige Interpretation der Inflationsdaten und die damit verbundene geldpolitische Haltung.

Er positioniert sich damit als klarer 'Dove', der eine Neubewertung der Preisdynamik fordert.

Seine Kritik an der Messmethodik und der Rolle von Tarifen könnte die Diskussion über den Zeitpunkt und das Ausmaß künftiger Zinsschritte neu anfachen.

Dovishes Manifest gegen Messfehler

Miran liefert ein detailliertes Argumentarium, warum die Fed die Inflation überschätzt und die Zinsen zu hoch hält.

Seine Kritik an der Messung von Wohnkosten und Finanzdienstleistungen sowie seine Skepsis gegenüber Tarifen als Inflationstreiber sind nicht nur analytisch fundiert, sondern auch ein klares geldpolitisches Signal.

Pflichtlektüre für alle, die den Kurs der Fed einschätzen wollen.

Original: Miran, The Inflation Outlook

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